Autosalon Genf: Was noch zum Elektroauto-Durchbruch fehlt

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Autosalon Genf: Wie die Autobauer am Elektro-Durchbruch arbeiten

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Die Elektroautos der deutschen Premium-Hersteller kommen frühestens 2018.

von Sebastian Schaal

Die große Elektro-Euphorie ist verflogen. In Genf zeigen die Autobauer kaum neue Elektroautos. Doch hinter den Kulissen laufen die Arbeiten weiter, dass der nächste Elektro-Vorstoß nicht wieder zum Flop wird.

Es ist noch nicht allzu lange her, da klang die Zukunft der Autobauer sehr grün. Nach und nach stellten Audi, Daimler und Co ihre großen Elektropläne vor. Ob unter dem Druck der CO2-Gesetzgebung, den ersten Erfolgen von Tesla oder aus Eigenantrieb sei dahingestellt.

Die Nachricht aber war klar: Wir sind vielleicht nicht die Ersten – aber wenn wir kommen, dann richtig!

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Wer in diesen Tagen durch die Genfer Messehallen geht, der findet von diesen vollmundigen Ankündigungen nur wenig wieder. Audi zeigt in erster Linie neue RS-Modelle und eine SUV-Studie mit fettem Benziner, Porsche den Panamera Sport Turismo und den Sportwagen 911 GT3, Mercedes ein Monster-SUV mit V12-Motor und das Konzept eines viertürigen Sportwagens, der eines Tages gegen einen Porsche Panamera antreten könnte. Was sie eint: Unter 400 PS geht nichts.

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Auf der anderen, grünen Seite: Pionier Tesla schwänzt die erste große Messe des Jahres auf europäischem Boden gleich ganz. Aber die anderen der E-Gilde sind natürlich alle da: Der BMW i3, der Renault Zoë und der Nissan Leaf. Auch die beiden elektrisch angetriebenen Smart-Versionen zeigen sich und bei VW steht der E-Golf zwar nicht im Mittelpunkt, aber auch nicht im Abseits. Neues gibt es kaum, einzig der Opel Ampera-e wurde noch nicht auf europäischem Boden gezeigt.

Aus den Studien müssen schnell Serienmodelle werden

Doch das ist nur ein oberflächlicher Blick: Viele Hersteller rollen ihre Concept Cars zwar nicht mehr in die erste Reihe – Porsche hat seine Elektro-Studie „Mission E“ bereits im September 2015 gezeigt – doch hinter den Kulissen befinden sich die E-Mobile der deutschen Hersteller in einer entscheidenden Phase: Aus den Studien und dem ersten Feedback müssen jetzt Serienmodelle werden.

Eine große Herausforderung – schließlich müssen auch die Werke für die Produktion der neuen Autos und Teile umgerüstet werden. Audi stellt das Werk in Brüssel auf Elektroautos um, Daimler investiert mehr als eine Milliarde Euro in verschiedene deutsche Werke, Porsche baut seinen Stammsitz in Zuffenhausen für den „Mission E“ im laufenden Betrieb um.

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Quelle: Illustration für WirtschaftsWoche: Jan von der Veken

Dennoch: Autos und Werke reichen alleine nicht aus. „Das Thema Elektromobilität betrifft nicht nur das Auto“, sagt Detlev von Platen, Vorstand für Marketing und Vertrieb bei Porsche. „Die Infrastruktur um das Auto herum ist genauso wichtig.“ Aber auch mit einigen Ladesäulen ist der Erfolg der Elektroautos nicht garantiert – die Autobauer müssen auch ihre Händler bis 2018 oder 2019 für Verkauf und Wartung der E-Autos vorbereitet haben.

Bei null fängt aber keiner an: Die meisten Hersteller haben bereits heute Plug-In-Hybride im Angebot, auch hier müssen in den Werkstätten Batterien geladen und Hochspannungsteile getauscht werden können. „Für ein vollelektrisches Auto werden wir aber natürlich noch aufstocken“, sagt Martin Sander, Leiter des Vertriebs von Audi in Deutschland.

Wie viel die Händler in Maschinen, Werkzeuge und Personal investieren müssen, will jedoch keiner verraten. Schließlich sind die Betriebe unterschiedlich groß und bereits heute unterschiedlich ausgestattet. „Wir setzen im ersten Schritt eine Ladeleistung von 50 Kilowatt im Handel voraus. Ist diese bereits vorhanden, reden wir über geringe Investitionen für die Installation der Ladesäulen“, sagt Sander. „Ist die Anschlussleistung heute noch nicht gegeben, ist die Investition entsprechend höher.“

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