Daimler auf Erfolgskurs: Dieter Zetsche hat gut lachen

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Daimler: Dieter Zetsche hat gut Lachen

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AutobauerMercedes fährt Audi und BMW davon
von Sebastian Schaal

Gute Zeiten in Stuttgart: Beim Absatz fährt Mercedes Audi und BMW davon, beim Gewinn sieht man sich "auf einem guten Weg". Seiner größten Herausforderung muss sich Daimler-Chef Zetsche aber noch stellen.

43 – diese Zahl sorgt in der Daimler-Zentrale in Stuttgart derzeit für gute Stimmung. Mit den Marken Mercedes-Benz und Smart hat die wichtige Auto-Sparte des Konzerns im September gemessen am Absatz den 43. Rekordmonat in Folge hingelegt. Gegenüber dem Vorjahresmonat – zu seiner Zeit auch ein Rekordmonat – war das ein Zuwachs von erneut 13,4 Prozent.

Nicht nur beim Absatz sieht sich Daimler voll auf Kurs – sondern auch beim Gewinn. Im zweiten Quartal hatten die Stuttgarter rund vier Milliarden Euro verdient. Mit dem erneut gewachsenen Absatz könnte Daimler im abgelaufenen Quartal, für das Daimler-Chef Dieter Zetsche am Freitag die Bilanz vorlegt, diese Marke sogar noch übertroffen haben.

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Der Konzern hat sich vorgenommen, den um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) in diesem Jahr „leicht“ zu steigern. Nach Lesart der Stuttgarter entspricht dies einem Anstieg in einer Spanne zwischen 2,5 und zehn Prozent. Und das peilt Zetsche weiterhin an. „Ich kann bestätigen, dass unsere Guidance gilt“, sagte der Daimler-Chef in der vergangenen Woche. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, fügte er mit Blick auf den kräftig gestiegenen Absatz hinzu. Daimler habe immer gesagt, dass man sich den Absatz nicht durch Preisnachlässe erkaufen wolle. „Deswegen ist es profitables Wachstum, über das wir sprechen.“

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Daimler-Chef Dieter Zetsche Quelle: Stefan Nimmesgern für WirtschaftsWoche

Die Schwaben haben sich im Pkw-Geschäft das Ziel gesetzt, bis 2020 sowohl beim Absatz als auch bei der Profitabilität die Nummer eins im Premiumsegment zu werden. „Jetzt ist die Pole-Position schon in diesem Jahr zum Greifen nahe“, sagte Zetsche.

SUV-Verkäufe steigen weiter

Zumindest per Ende September hat Mercedes bereits die Nase vorne: Trotz kräftiger Zuwächse blieb Hauptkonkurrent BMW mit 197.419 Fahrzeugen hinter den Stuttgartern, Audi lag mit 173.850 verkauften Autos deutlich dahinter. Auch über die ersten drei Quartale betrachtet führt Daimlers Oberklasse-Marke: Mercedes lieferte weltweit knapp 1,54 Millionen Fahrzeuge aus, BMW rund 1,48 Millionen, Audi fast 1,41 Millionen.

Beim Absatz mag die Kleinwagenmarke Smart zwar helfen, wegen des intensiven Preiskampfes in den unteren Segmenten sind die Margen allerdings gering. Die Profitabilität stammt also von den Premium-Autos mit dem Stern auf der Haube. Dort kommt das Wachstum nach wie vor von der im April auf den Markt gekommenen E-Klasse und den SUV. Gerade letztere werden zunehmend wichtiger: Von 211.000 im September weltweit verkauften Mercedes waren 68.200 SUV – ein Plus von 26,8 Prozent.

Dazu kommt: In der Branche gilt es als offenes Geheimnis, dass die Hersteller an den sportlichen Geländewagen besonders gut verdienen. Zu dem im Vergleich zu einem ähnlich großen Kombi höheren Grundpreis geben SUV-Fahrer fast doppelt so viel Geld für Extras aus – bei den Sonderausstattungen ist die Gewinnspanne in der Regel besonders hoch.

Das sorgt zwar kurzfristig für gute Laune, langfristig erfordert dieser Trend aber große Anstrengungen seitens des Autobauers: Zwar betont Zetsche öffentlich, dass der Verbrauchsnachteil bei modernen SUV bei weitem nicht mehr so groß sei wie früher bei klassischen Geländewagen. Aber er ist eben immer noch da.

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