Hauptversammlung: Ursula Piech rückt in Audi-Aufsichtsrat

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Hauptversammlung: Ursula Piech rückt in Audi-Aufsichtsrat

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Ursula Piech stellt sich bei der Hauptversammlung der Audi AG in Neckarsulm den Aktionären vor. Hinter ihr sitzen Audi-Betriebsrat Jörg Schlagbauer, (l-r), VW-Vorstandsmitglied Dieter Pötsch, Betriebsrat Helmut Späth und der Inhaber der ASB Unternehmensgruppe Helmut Aurenz.

Ferdinand Piëch vertraut nur VW-Chef Winterkorn - und seiner Ehefrau, heißt es in Berichten. Fest steht: Ursula Piëch gehört zu den mächtigsten Frauen in der Auto-Welt. Mit ihrem Einzug in den Audi-Aufsichtsrat übernimmt sie einen weiteren wichtigen Posten.

Audi will der Autokrise in Europa weiter trotzen und investiert Milliarden in den Ausbau der Produktion und neue Autos. „Wir befinden uns jetzt in einer entscheidenden Phase, denn wir richten Audi für den nächsten Wachstumsschub aus“, sagte Vorstandschef Rupert Stadler am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Volkswagen-Tochter in Neckarsulm. Vor allem in China und den USA will die Nobelmarke weiter kräftig zulegen. „In Europa herrscht derzeit eine extrem schwierige Marktlage“, sagte Stadler. Er wisse, dass 2013 nach dem Rekordjahr 2012 keineswegs einfacher werde.

Darüber, dass Stadler auf die richtige Strategie setzt, wacht bei Audi der Aufsichtsrat, an der Spitze VW-Boss Martin Winterkorn. Neu in das Gremium sollte auf der Hauptversammlung unter anderem die Ehefrau von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, Ursula Piëch, gewählt werden. Sie folgt der Ex-Chefin der niedersächsischen Staatskanzlei, Christine Hawighorst. Mit der Wahl sind die Familien Piëch und Porsche mit denselben Personen im Audi-Aufsichtsrat vertreten wie bei VW. Die Abstimmung ist eine reine Formsache. Volkswagen hält 99,55 Prozent der Anteile und ist der beherrschende Eigentümer.

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Bei VW sitzt Ursula Piëch bereits im Aufsichtsgremium. „Als Aufsichtsmitglied der Volkswagen AG habe ich heute schon ein besonderes Auge auf unsere Premiummarke geworfen“, sagte sie am Donnerstag. Die 56-Jährige gelernte Kindergärtnerin heiratete 1984 Piëch - und zog mit ihm in seiner Zeit bei Audi nach Ingolstadt. Bis 2020 will Stadler am Branchenprimus BMW vorbei und damit an die Spitze der drei Oberklassehersteller. Auch Daimler will bis 2020 zurück an die Spitze; helfen soll dabei die neue S-Klasse, die Mercedes am Mittwoch in Hamburg vorstellte. Daimler fährt den Rivalen derzeit hinterher. Alle drei können sich dank guter Geschäfte in den USA und Asien gegen die Krise in Europa stemmen. „Konjunkturell fordert uns 2013 stärker heraus als das vergangene Jahr“, sagte Stadler.

Gerade deshalb investiere Audi jetzt. Bis 2015 wollen die Ingolstädter rund 11 Milliarden Euro ausgeben. Audi machte 2012 fast 49 Milliarden Euro Umsatz und hat weltweit knapp 69 000 Mitarbeiter. Nach wie vor ist Audi an der Börse notiert, vor allem um die Eigenständigkeit der Marke zu pflege. Gerade einmal 193 000 Aktien sind im Streubesitz. Der Kurs der Papiere stieg am Donnerstagvormittag um mehr als 5 Prozent auf 640 Euro.

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