Mitsubishi: Autokonzern verdient deutlich weniger

Mitsubishi: Autokonzern verdient deutlich weniger

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Wegen des Abgas-Skandals verdient Mitsubishi 2016 deutlich weniger.

Nach dem Skandal um die manipulierten Spritverbrauchtests ist der Gewinn des Autobauers Mitsubishi um fast 40 Prozent eingebrochen. Die Affäre schlägt 2016 mit 155 Millionen Euro zu Buche.

Der Skandal um manipulierte Spritverbrauchstests schlägt beim japanischen Autohersteller Mitsubishi im abgelaufenen Geschäftsjahr mit umgerechnet 155 Millionen Euro zu Buche. Der Konzern habe seine Geschäftsergebnisse entsprechend angepasst, teilte Mitsubishi mit.

Unter dem Strich sei der Gewinn um 39 Prozent auf umgerechnet 592 Millionen Euro gefallen. Japans sechstgrößter Autoproduzent hatte zunächst für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinn von 726 Millionen Euro verbucht.

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Unterdessen ordnet Rivale Nissan, der mit einem 34-prozentigen Anteil faktisch die Kontrolle über Mitsubishi übernimmt, den Vorstand des Unternehmens neu. Neuer Chef der Forschung und Entwicklung bei Mitsubishi wird der Nissan-Manager Mitsuhiko Yamashita, wie Mitsubishi mitteilte. Nissan hatte bereits angekündigt, im Top-Management von Mitsubishi etwa ein Drittel der Führungskräfte stellen zu wollen. Zudem übernimmt Mitsubishis Vorstandschef Osamu Masuko auch das Amt des Präsidenten von Tetsuro Aikawa, der den Konzern verlässt.

Abgas-Skandal Mitsubishi gesteht Manipulation

Auch bei Mitsubishi kam es bei Abgastests zu Unregelmäßigkeiten. Konzernchef Aikawa gestand die Manipulation am Mittwoch. Der Aktienkurs des japanischen Autobauers brach ein.

Mitsubishi Motors Quelle: dpa

Mitsubishi ist wegen der Manipulation von Verbrauchsangaben in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Geschummelt wurde nach Konzernangaben bei mindestens vier Modellen, davon zwei für Nissan hergestellten Fahrzeugtypen. Wie dem von einem Abgasskandal erschütterten Volkswagen -Konzern drohen Mitsubishi Schadenersatzzahlungen und Strafen. Analysten schätzen, dass das Unternehmen bis zu eine Milliarde Dollar auf den Tisch legen muss.

Nissan hatte vor zwei Wochen angekündigt, mit umgerechnet rund zwei Milliarden Euro bei Mitsubishi Motors einzusteigen. Japans Branchenzweiter ist bereits mit dem französischen Hersteller Renault verbündet. Zusammen mit Mitsubishi kommen die drei Marken auf 9,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge im Jahr.

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