Wie Skoda bis 2020 die Zwei-Millionen-Marke knacken will

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Skodas Zukunft bis 2020: Wie Skoda die Zwei-Millionen-Marke knacken will

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Der Skoda Vision E kommt 2020 als Serienauto.

von Stefan Grundhoff

Skoda greift in den kommenden Jahren immer mehr die große Schwester Volkswagen an – das Ziel sind zwei Millionen Autos pro Jahr. Klappen soll das mit neuen SUV und erstmals einem echten Konkurrenten für den Golf.

Die Zeiten, in denen Skoda allein auf einen günstigen Preis und ein paar nette „Simply-Clever-Details“ achtete und sich mit Konkurrenten wie Ford, Opel oder Toyota beschäftigte, scheinen endgültig vorbei zu sein. Wer sich das Modellportfolio für die kommenden Jahre anschaut, merkt schnell, dass auch die Zeiten von Zurückhaltung im eigenen Konzern der Vergangenheit angehören.

Denn, dass der Superb einem VW Passat mächtig zusetzt und unter Firmenautos selbst bei den Einstiegsvarianten eines Audi A6 räubert, ist nichts Neues. Doch es kommt noch dicker, denn besonders der neue Skoda Spaceback setzt den VW Golf unter Druck. Vielleicht nicht in Ländern wie Deutschland, der Schweiz oder England, doch in Regionen, wo der Golf auf keinem güldenen Modellthron parkt, könnte das neue Kompaktklassemodell der Tschechen eine echte Chance haben.

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Optisch orientiert sich der rund 4,30 Meter lange Fünftürer besonders von vorn am 2018 frisch überarbeiteten Skoda Fabia. Der bekommt an Gesicht und am Heck mit LED-Leuchten mehr Konturschärfe und genau die kommt auch dem kommenden Golf-Bruder zugute, der seinen Namensannex Rapid wohl verlieren dürfte und dann nur noch als Skoda Spaceback auf Kundenfang geht. Der alte Ostcharme stehe der Kundenansprache im Wege – so hört man aus Skoda-Kreisen.

Im Vergleich zum derzeit recht blassen Spaceback, der bevorzugt über günstige Preise in den Markt gedrückt wird, wirkt der 2019 vorgestellte Nachfolger deutlich schicker. Ist die Front trotz des breiteren Kühlergrills allzu eng mit dem Fabia verwandt, wird das Heck die Schokoladenseite mit breiten Rückleuchten und einer schwarzen Glasheckscheibe, die sich effektvoller als beim aktuellen Modell bis zum Nummernschild zieht. Der lange Radstand sorgt für ein großzügiges Raumangebot für bis zu fünf Personen und einen Laderaum, der die 400-Liter-Marke deutlich knacken dürfte.

Der neue Octavia wird eine Klasse größer

Das Motorenportfolio aus dem Volkswagen-Konzernregal bietet seine Überraschungen. Insbesondere effiziente Turbobenziner mit drei und vier Zylinder und einem Leistungsspektrum zwischen 95 und 150 PS sollen für die entsprechende Kundennachfrage sorgen. Das Dieselangebot sollte zwischen 90 und 150 PS liegen. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen Sechsgang-Handschaltung und Siebengang-Doppelkupplung.

Ein Allradantrieb bleibt dem Skoda Spaceback ebenso vorenthalten wie dem Spaceback SUV, dessen Namen noch nicht endgültig feststeht. Er wirkt insbesondere durch seinen langen Radstand und die blasse Seitenlinie nebst gesichtsloser Front eher wie ein Kombi, denn als ein echter SUV. Hier hätte Skoda ebenso mehr riskieren können wie Volkswagen bei seinem Polo-SUV namens T-Cross.

Mehr Dynamik in die Marke soll der kommende Skoda Octavia bringen. Ehemals ein tschechischer VW Golf mit Stufenheck zum Schnäppchenpreis klettert mit völlig neuem Design und leicht gewachsenen Abmessungen eine Klasse nach oben und schließt ab 2019 die Lücke zwischen Spaceback und Superb. Wie seine Brüder basiert auch er auf dem modularen Querbaukasten des Volkswagen-Konzerns.

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