Volkswagen: VW hält sich Börsengang der Lkw-Sparte offen

Volkswagen: VW hält sich Börsengang der Lkw-Sparte offen

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Lkws von VWs Tochtermarken.

Volkswagen schließt einen Börsengang seiner Lkw-Sparte nicht aus. Auch eine Expansion ins Ausland steht im Raum – vor allem der us-amerikanische Markt ist spannend für den Konzern.

Der vom Abgasskandal erschütterte Autobauer Volkswagen schließt einen Börsengang seiner Lkw-Sparte nicht aus. "Wir halten uns alle Optionen offen", sagte eine Sprecherin. "Das gilt sowohl für die Expansion im Ausland, eine mögliche Übernahme oder Partnerschaft wie auch einen Börsengang." Einen Zeitrahmen nannte die Sprecherin nicht. Als erstes hatte die Agentur Bloomberg darüber berichtet.

Volkswagen hatte vor einem Jahr den Daimler-Manager Andreas Renschler abgeworben. Er soll als Konzernvorstand die Zusammenarbeit der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania vorantreiben.

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Die Marktanteile der fünf größten Lkw-Marken

  • Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko)

    Daimler-Freightliner: 29 Prozent

    Navistar International: 16 Prozent

    Ford: 15 Prozent

    Paccar Kenworth: 11 Prozent

    Paccar Peterbilt: 8 Prozent

    Sonstige: 21 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Südamerika

    Volkswagen: 20 Prozent

    Mercedes-Benz: 20 Prozent

    Volvo: 12 Prozent

    Ford: 12 Prozent

    VW-Scania: 10 Prozent

    Sonstige: 26 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Westeuropa

    Mercedes-Benz: 23 Prozent

    VW MAN: 17 Prozent

    Paccar DAF: 15 Prozent

    Volvo: 11 Prozent

    Iveco: 11 Prozent

    Sonstige: 23 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Osteuropa mit Russland

    Mercedes-Benz: 15 Prozent

    Kamaz: 15 Prozent

    VW MAN: 9 Prozent

    Volvo: 9 Prozent

    VW-Scania: 8 Prozent

    Sonstige: 44 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

  • Asien und Pazifik

    Dongfeng: 16 Prozent

    FAW Jiefang: 11 Prozent

    CNHTC: 10 Prozent

    Foton-Daimler: 9 Prozent

    Tata: 8 Prozent

    Sonstige: 46 Prozent

    Werte gerundet und inklusive erwarteter Marktanteile für 2014

    Quelle: IHS Automotive

In der Branche wird davon ausgegangen, dass Renschler ein, zwei Jahre benötigen wird, um Erfolge vorzuweisen. Diese wären auch nötig, um die Holding für Investoren attraktiv zu machen. Renschler hat bereits deutlich gemacht, dass VW im Lkw-Geschäft in den USA präsent sein muss, um weltweit eine führende Rolle zu spielen. Dort ist Volkswagen bei schweren Lastwagen bisher nicht aktiv. Vermutet wird deshalb, dass die Wolfsburger eine andere Marke übernehmen oder eine Partnerschaft eingehen könnten. Als mögliche Partner gelten die US-Lkw-Bauer Paccar oder Navistar.

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VW erwartet von der Allianz von MAN und Scania Kostenvorteile von mindestens 650 Millionen Euro im Jahr. Angesichts der langen Produktzyklen bei schweren Lastwagen wird es nach früheren Angaben allerdings bis zu 15 Jahre dauern, bis dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann.

Anders als bei Pkw ist VW bei schweren Lastwagen und Bussen nicht vom Abgasskandal betroffen. Volkswagen hatte zugegeben, Diesel-Motoren mit einer Software manipuliert zu haben. Dem Konzern drohen deshalb milliardenschwere Strafen und Schadensersatzforderungen. Analysten rechnen mit Kosten von 20 bis 30 Milliarden Euro.

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