VW-Abgas-Skandal: KBA genehmigt Rückruf für 140.000 Diesel

VW-Abgas-Skandal: KBA genehmigt Rückruf für 140.000 Diesel

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Mit dem Amarok hatte der Rückruf im Januar begonnen, jetzt dürfen weitere Modelle folgen

Erst am Wochenende hatte das Kraftfahrtbundesamt den Rückruf von 460.000 manipulierten Dieseln mit 1,2 Litern Hubraum genehmigt. Jetzt kam die Freigabe für weitere 140.000 Dieselgate-Autos – dieses Mal der 2-Liter-Motor.

Volkswagen kommt mit der Umrüstung von manipulierten Dieselautos voran. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die technische Lösung für weitere 140.000 Fahrzeuge mit Zwei-Liter-Motoren genehmigt, sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag in Wolfsburg. Insgesamt hat das KBA damit seit Jahresbeginn die technische Umrüstung für rund 5,2 Millionen VW-Fahrzeuge gebilligt. Vor einigen Tagen hatte die Flensburger Zulassungsbehörde erst die Reparatur von 460.000 Fahrzeugen mit 1,2-Liter-Dieselmotoren genehmigt.

Der 1,6-Liter-Motor ist die einzige Variante des Skandalmotors EA189, bei dem auch ein Bauteil geändert wird: In den Ansaugtrakt wird ein sogenannter Strömungsgleichrichter eingesetzt, der die Messwerte verbessern soll, auf deren Basis die Motorsteuerung die Einspritzung berechnet. Bei den beiden Versionen mit 1,2 und 2,0 Litern Hubraum reicht nach Angaben des Konzerns ein Software-Update aus.

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Von der Manipulation der Abgaswerte, die der Wolfsburger Konzern im September vergangenen Jahres zugab, sind weltweit bis zu elf Millionen Diesel-Autos betroffen, davon 8,5 Millionen in Europa. Ein großer Brocken der Gesamtkosten für den Diesel-Skandal ist auch die Umrüstung der betroffenen Autos in Europa. Schätzungen reichen von gut einer bis drei Milliarden Euro, die das kosten dürfte. Der Autoanalyst Arndt Ellinghorst von Evercore ISI rechnet zudem damit, dass sich schrumpfende Marktanteile von Volkswagen und geringere Preise im Ergebnis bemerkbar machen werden.

Dieselskandal VW darf hunderttausende Fahrzeuge umrüsten

Der größte Rückruf der VW-Geschichte wird auf weitere Fahrzeuge ausgedehnt. Damit rückt VW dem Ziel näher, bis Jahresende die Umrüstung für alle Modelle gestartet zu haben. Neue Pläne soll Ex-Chef Winterkorn haben.

Ein Auspuff eines Volkswagen auf einem Mitarbeiterparkplatz vor dem VW Werk in Wolfsburg Quelle: dpa

Aufgeflogen war der Skandal in den USA, dort sind rund 600.000 Fahrzeuge betroffen.

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