Autobauer: Wie die Krise die Autoindustrie verändert - Seite 4

Autobauer: Wie die Krise die Autoindustrie verändert

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Car-Sharing: Daimler steigt in Quelle: dpa
Car-Sharing: Daimler steigt in den Wachstumsmarkt ein Quelle: dpa

Das wird aber wohl noch einige Jahre dauern. Wenn voraussichtlich Ende 2012 das neue Mercedes Werk im ungarischen Kecskemet die Produktion der Mercedes A- und B-Klasse-Nachfolger beginnt, wird der Anteil kleinerer Autos im Mercedes-Portfolio deutlich gewachsen sein. Allein in der Kompaktklasse soll sich die Zahl der Baureihen verdoppeln und der Absatz von rund 250.000 Fahrzeugen 2008 auf etwa 450.000 Autos pro Jahr steigen.

Nachdem der Stadtwagen Smart dem Daimler-Konzern über Jahre Milliardenverluste bescherte, zählt der Zweisitzer nun zu den Fahrzeugen, die nach der Krise die neue schöne Autozukunft einläuten helfen sollen. Konzernchef Zetsche und seine Entwickler legen bereits die Eckdaten für die nächste Generation des Smart fest, der in vier bis fünf Jahren auf den Markt kommt (internes Kürzel: 452). Schon geistert eine Neuauflage des Viersitzers, der mangels Erfolg nach nur drei Jahren aufgegeben wurden, durch den Konzern.

Smart war das richtige Auto, aber zur falschen zeit

Heute sagt ein ehemaliger Smart-Manager: „Es war genau das richtige Auto, aber zur falschen Zeit.“ Der neue Smart 452 soll deshalb von vorne-herein so konzipiert sein, dass er zur Modellfamilie ausgebaut werden kann. Sogar eine Erweiterung des Werks im französischen Hambach will in Stuttgart inzwischen niemand mehr ausschließen.

Noch ein bisschen weiter in die Zukunft reicht das Projekt BlueZero, an dem die Daimler-Ingenieure mit Hochdruck arbeiten. Hinter BlueZero verbirgt sich eine Generation extrem abgasarmer bis abgasfreier Fahrzeuge. „Premium ohne Öko wird in Zukunft nicht mehr funktionieren“, glaubt Global-Insight-Experte Stürmer. „Man könnte sagen, Öko ist das neue Premium.“

Das deckt sich mit den Ergebnissen einer Studie, die Bain & Company kürzlich unter Autokäufern durchgeführt hat. Dabei stellten sie fest, dass gerade die Kunden von BMW, Daimler und Audi von ihrer Marke ein Elektrofahrzeug erwarten. „Für die Kundenloyalität wird es extrem wichtig sein, ein Elektrofahrzeug für den urbanen Bereich im Angebot zu haben“, urteilt Bain-Berater Matthies. „Wer nichts anzubieten hat, muss damit rechnen, dass der Kunde gleich ganz zur Konkurrenz wechselt.“

Auch bei Volkswagen steht ein kleines Auto im Mittelpunkt der Zukunftsstrategie: der Kleinwagen Up, der 2011 als Lupo auf den Markt kommen wird. In einigen Jahren soll es eine ganze Lupo-Familie mit unterschiedlichsten Karosserien geben. So soll in westlichen Ballungsräumen der Lupo elektrisch unterwegs sein, in Entwicklungsländern mit einem Drei-Zylinder-Benzinmotor als Billigauto.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.03.2009, 18:37 UhrAnonymer Benutzer: Vates

    Die Zukunft des Autos wird nicht der Kleinwagen sein, in den der Fahrer hineinkriechen muß und auf Grund des geringen Gewichtes das größte Unfallrisiko trägt.

  • 07.03.2009, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Vincent

    Fritz: Und wer wählt "Trittin & Co."? ich habe für mich persönlich den "Wehrpflicht-indikator" gewählt, um zu messen, wie fähig eine Partei ist, wichtige gesellschaftliche Erneuerungen voranzutreiben - bewußt unabhängig von umweltpolitischen Themen: ist eine Partei für die Aussetzung des Grundwehr-(ersatz-)dienstes, oder hält sie an diesem gestrigen gesellschaftlichen Prinzip fest?
    bei der Wahl 2005 ist es nun zum ersten Mal eingetreten, daß das Lager der nach diesem indikator im Gestern verhafteten Parteien (CDU/CSU + SPD) immerhin unter 70 Prozent (!) gerutscht ist.
    Der Durchschnittswähler hat bisher nicht besonders nach neuen Antworten gefragt (laut indikator Grüne + FDP), und es ist zu früh, zu sagen, ob 2005 ein Ausrutscher oder ein Trend (in Linie mit der Obama-Wahl) ist.
    Andererseits ist von Führungsetagen großer Konzerne mehr Weitblick zu erwarten als vom Durchschnittswähler.

  • 05.03.2009, 17:23 UhrAnonymer Benutzer: anonymos

    meine güte, was soll das denn immer? die menschen wollen plötzlich keine suv mehr kaufen, weil sie öklogisch denken??? jeder erwartet einen preisanstieg von spritstoffen und will sie sich deswegen nicht mehr leisten. das hat nichts mit öko zu tun. wenn ein autohersteller preiswerte autos mit vernünftigen eckdaten anbiete, dann werden sich auch gekauft. leider wird, so vermute ich , die antwort aus china kommen. sie schaffen neue massenmärkte mit bezahlbaren kfz. natürlich verfügen sie nicht über die neuste technik, aber unterhalb der premiummarken werden sie sich etablieren. nach den derzeitigen( staatlich geförderten) rabatten werden sich die automanager noch sehr viel einfallen lassen müssen...

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