Citi und Wells Fargo: US-Banken haben weniger verdient

Citi und Wells Fargo: US-Banken haben weniger verdient

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Weniger Dollar in der Kasse: Die US-Großbanken Citigroup und Wells Fargo haben im zweiten Quartal weniger verdient.

Die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten machen den US-Großbanken nicht so stark zu schaffen wie befürchtet. Citi und Wells Fargo verdienen zwar weniger, schlagen sich im zweiten Quartal aber besser als erwartet.

Die US-Großbanken Citigroup und Wells Fargo haben im zweiten Quartal weniger verdient. Bei Citi sank der Überschuss um 14 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar, wie das Institut am Freitag mitteilte. Bankchef Michael Corbat war zuletzt aber noch von einem Viertel ausgegangen. Bei der im Hypothekengeschäft starken Wells Fargo ging der Nettogewinn um 3,5 Prozent auf 5,17 Milliarden Dollar zurück. Das Institut musste für potenzielle Kreditausfälle mehr Geld zurücklegen.

Am Vortag hatte bereits Branchenprimus JPMorgan einen überraschend geringen Gewinnrückgang gemeldet. Vorbörslich legten Aktien von Citigroup um gut zwei Prozent zu, Wells-Fargo-Papiere verloren knapp ein Prozent.

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Vor allem wegen niedrigerer Einnahmen im Privatkundengeschäft verdiente die Citigroup weniger. Als Stütze erwies sich diesmal das schwankungsanfällige Handelsgeschäft, das sich vom enttäuschenden Jahresauftakt erholte. Dagegen lief es in der Beratung bei Firmenübernahmen nicht mehr so rund. Dieses Geschäft hat sich branchenweit nach einem Boom im vergangenen Jahr zuletzt auch angesichts der zunehmendem Sorgen um die Weltwirtschaft und der unklaren Folgen eines Brexits deutlich abgekühlt.

Die gesamten Erträge der Bank gingen aber um 10 Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar zurück. Dabei machten sich auch negative Wechselkurseffekte bemerkbar. Als positives Zeichen werteten es Analysten, dass die Bank ihre Kosten für faule Kredite deutlich reduzieren konnte.

Wenn der Brexit kommt Citi erwägt Fokussierung aufs EU-Festland

Sollten die Briten sich für den Ausstieg aus der Europäischen Union entscheiden, denkt die US-Bank Citi darüber nach auf das europäische Festland zu ziehen, ließ der britische Citi-Landeschef seine Mitarbeiter wissen.

Citi-Bank in London Quelle: dpa

Wells Fargo dagegen musste erneut höhere Kreditausfälle verdauen. Dabei hinterließ vor allem die schwierige Lage der Öl- und Gasindustrie wieder Spuren. Zudem machen dem Geldhaus die immer noch niedrigen Zinsen zu schaffen. Die Zinsmarge - also das was die Bank mit einem Kredit verdient - ging weiter zurück. Kompensieren konnte die Bank die Belastungen zum Teil durch eine Ausweitung der Kreditvergabe und Zukäufe. So hatte die Bank dem Mischkonzern General Electric weitere Kreditpakete abgenommen.

Wells Fargo verzichtet anders als die anderen US-Großbanken auf ein umfangreiches Investmentbanking. Das Institut gilt als einer der großen Gewinner der Finanzkrise und hat sich seitdem zum größten Finanzierer von privaten Immobilien in den USA entwickelt. Allerdings blieben angesichts der nur vorsichtigen Zinserhöhungen der US-Notenbank große Sprünge zuletzt aus.

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