Beteiligungsriese: Diskrete Herrscher - das Quandt-Imperium

Beteiligungsriese: Diskrete Herrscher - das Quandt-Imperium

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Die Chefin der Quandt Group, Johanna Quandt, und ihr Sohn Stefan Quandt. Stefan und seine Cousine Gabriele stellen sich erstmals im Interview der NS-Vergangenheit der Familie Foto: AP Photo/Diether Endlicher

von Rebecca Eisert

Sie gehören zu den ältesten Unternehmer-Dynastien in Deutschland, doch kaum einer kennt das Beteiligungsgeflecht der Quandts.

Einige sagen ihnen einen Hang zu Geheimniskrämerei nach, andere sprechen von nobler Bescheidenheit, wie sie unter Managern von Großkonzernen nur selten zu finden sei. Wie auch immer man die Quandts einordnen mag, die Familie zählt zu den einflussreichsten deutschen Unternehmerfamilien mit milliardenschweren Beteiligungen in Schlüsselindustrien wie die Automobilbranche, neue Energien, Pharmazie und Datenverarbeitung.Die Stärke dieser Familie war es von je, sich nicht auf eine Sparte zu konzentrieren, sondern die Fühler nach allen zukunftsträchtigen Branchen auszustrecken. Die Aktionäre Quandt das sind Johanna Quandt, Witwe von Herbert Quandt und Mutter von Stefan und Susanne.

Die stärkste Bindung hat die Familien zum Autobauer BMW. Herbert Quandt vermachte sein Aktienpakete seiner Frau und den Kindern zu unterschiedlichen Teilen. Derzeit hält Johanna Quandt 16,70 Prozent, Stefan Quandt 17,40 Prozent und Susanne Klatten 12,60 Prozent. Schätzungsweise 365 Millionen Euro flossen im Mai am Tag nach der Hauptversammlung des Autobauers auf die Konten der Familie. Stefan Quandt stehen allein rund 136 Millionen Euro Bruttodividenen aus seinem Aktienpaket zu, Mutter Johanna erhielt rund 130,7 Millionen Euro und Schwester Susanne Klatten 98, 6 Millionen Euro.

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Das Quandt-Trio führt damit die Liga der deutschen Ausschüttungsmillionäre und rangiert 2011 weit vor traditionellen Dividenden-Großverdienern wie den mehr als 200 Nachfahren des Siemens-Gründerns Werner von Siemens (141 Millionen Euro) oder den Mitgliedern der Persil-Dynastie Henkel (97 Millionen Euro).

Stefan Quandt – Faible für Logistik

Stefan Quandt, geboren 1966,  ist Wirtschaftsingenieur und Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG sowie Mitglied des Kuratoriums der BMW Stiftung Herbert Quandt. 1993 schloss er sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Karlsruhe mit einem Diplom ab.  Nach einem Praktikum bei der Boston Consulting Group arbeitete er im Bereich Betriebskostenrechnung und Unternehmensbuchführung bei der Datacard Corporation in Minneapolis und danach als Marketingmanager bei Datacard Asia Pacific Ltd. in Hongkong. Seit 1996 ist er als Unternehmer tätig, seit 1997 Mitglied des Aufsichtsrats der BMW AG sowie Mitglied des Kuratoriums der BMW Stiftung Herbert Quandt, außerdem ist er stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Johanna-Quandt-Stiftung und Mitglied des Aufsichtsrats des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Die Delton AG

Stefan Quandt ist Alleinaktionär der Delton AG. Das Unternehmen ist im Bereich Arzneimittel und der Sparte Logistik aktiv. Die Biologische Heilmittel Heel GmbH stellt homöopathische Präparate für Menschen und Tiere her und zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern für naturheilkundliche Arzneimittel in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 1300 Mitarbeiter.

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