Gewinnsprung in Sicht: Fraport trotzt Passagierflaute

Gewinnsprung in Sicht: Fraport trotzt Passagierflaute

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Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG auf der Bilanz-Pressekonferenz des Flughafenbetreibers im März 2016 in Frankfurt am Main.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet dank hoher Sondereinnahmen aus Russland und den Philippinen in diesem Jahr mit einem dicken Gewinnsprung.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport schraubt dank klingelnder Kassen die Gewinnprognose nach oben. Für das Gesamtjahr werde nun ein Betriebsgewinn von bis zu 1,08 Milliarden Euro erwartet statt bislang maximal 880 Millionen Euro, teilte Fraport am Donnerstag mit. Der Konzern hatte vor drei Wochen einen jahrzehntelangen Streit mit den Philippinen wegen der Enteignung eines Flughafenbaus beigelegt.

Griechische Flughäfen „All-Inklusive-Paket für Fraport“

14 griechische Flughäfen werden künftig von Fraport betrieben. Doch kurz vor der Übernahme regt sich Widerstand. Der von den Griechen häufig befürchtete "Ausverkauf" werde beim Fraport-Deal Realität, so die Kritiker.

Der Flughafen von Thessaloniki ist einer von 14 griechischen Flughäfen, die Fraport demnächst übernehmen wird. Quelle: dpa

Der Netto-Effekt daraus betrage 120 Millionen Euro. Zudem profitierten die Frankfurter noch vom Verkauf eines Anteils am Flughafen St. Petersburg für 35 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten stieg das Konzern-Ebitda um zwei Prozent auf 677 Millionen Euro. Der Umsatz des 21.000 Mitarbeiter starken Konzerns stagnierte hingegen bei 1,96 Milliarden Euro.

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Der Fraport-Konzern betreibt den viertgrößten europäischen Airport und dort laufen die Geschäfte wegen der Anschläge und des langsamen Wachstums von Hauptkunde Lufthansa holperig. Daher dürften die Passagierzahlen - wie bekannt - erstmals seit sieben Jahren zurückgehen. Das Gäste-Minus von Januar bis Ende Oktober betrug 1,1 Prozent. Fraport-Chef Stefan Schulte versucht wegen des Rückgangs, neue Airlines an den Rhein-Main-Flughafen zu holen.

Billigflieger Angriff des Angstgegners

Für die Deutsche Lufthansa ist der heute verkündete Start des Erzrivalen Ryanair an ihrem Hauptflughafen Frankfurt ein Schock– im besten Fall aber ein heilsamer.

Flugzeuge von Ryanair (vorne) und Lufthansa (hinten) am Flughafen Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Ein Coup gelang ihm diese Woche mit Ryanair. Der irische Marktführer bei den Billigfliegern wird zunächst mit zwei Flugzeugen ab März von Frankfurt nach Spanien und Portugal fliegen, doch ist dies erst der Anfang. Zum nächsten Winterflugplan 2017/18 könnten noch jede Menge neue Verbindungen dazukommen, vor allem für Geschäftskunden, hatte Ryanair-Topmanager David O'Brien am Mittwoch gesagt.

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