Pakt der Rivalen: Lufthansa und Etihad kooperieren

, aktualisiert 16. Dezember 2016, 12:41 Uhr
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Die Lufthansa mietet mehrere Flugzeuge von Air Berlin

Die Lufthansa mietet für ihre Konzerntöchter Eurowings und Austrian 38 Flugzeuge von der angeschlagenen Etihad-Tochter Air Berlin. Die Lufthansa und Etihad kooperieren aber noch in anderen Bereichen.

Die Lufthansa geht mit der arabischen Staatsfluglinie Etihad eine Partnerschaft ein. Die Kranich-Fluglinie miete nicht nur 38 Jets vom hiesigen Etihad-Partner Air Berlin, sondern führe auf einigen Strecken Gemeinschaftsflüge ein, wie beide Airlines am Freitag mitteilten. Dabei müsse es nicht bleiben. "Wir können uns vorstellen, unsere Zusammenarbeit in der Zukunft auf andere Bereiche auszuweiten", sagte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr.

Die Offenheit der größten deutschen Fluggesellschaft gegenüber einer Airline vom Persischen Golf ist neu. Bislang machten die Frankfurter um die schnellwachsenden Konkurrenten einen großen Bogen und warfen ihnen wegen der Rückendeckung durch Ölemirate unfairen Wettbewerb vor. Die drei Golf-Airlines, also neben Etihad auch Emirates und Qatar Airways, wiesen solche Vorwürfe stets zurück und unterstellten den Kritikern in Europa, sich nicht dem neuen Wettbewerb stellen zu wollen. Doch nun findet auch Etihad-Chef James Hogan lobende Worte. Lufthansa genieße weltweit hohes Ansehen, sagte er. "Ich bin sehr glücklich, dass wir in Zukunft zusammenarbeiten werden - zum Wohle unserer Kunden."

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Konkret mietet die Lufthansa 38 Flugzeuge samt Crews von Air Berlin. Fünf davon gehen an die Tochter Austrian, 33 an die konzerneigene Billigfluglinie Eurowings. Der Ende September angekündigte Deal sei nun unterzeichnet worden, teilten beide Fluglinien mit. Die ersten Flugzeuge sollten Anfang Februar an Eurowings gehen. Der Vertrag gelte sechs Jahre. Der Lufthansa-Ableger will damit schneller wachsen. Die schwer angeschlagene Air Berlin zieht sich aus dem Geschäft mit Feriengästen weitgehend zurück, um sich auf Langstrecken zu konzentrieren.

Zugleich sind Codeshare-Abkommen vereinbart worden. Flüge vom Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi nach Frankfurt und München bekommen künftig eine Lufthansa-Flugnummer. Die Kranich-Airline nimmt dafür auf den Strecken von Frankfurt nach Rio de Janeiro (Brasilien) sowie nach Bogota (Kolumbien) Etihad-Pasagiere mit.

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