Tegel und Schönefeld: Bodenpersonal an Berliner Flughäfen streikt erneut

Tegel und Schönefeld: Bodenpersonal an Berliner Flughäfen streikt erneut

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Beschäftigte des Bodenpersonals stehen 10. März während eines Streiks mit Fahnen und Bannern «Schluss mit Lohndumping! Mit uns nicht mehr!» am Rand des Rollfeldes des Flughafens Tegel in Berlin.

Zum Wochenstart sollten sich Flugreisende in Berlin wieder auf Behinderungen einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief 2000 Beschäftigte des Bodenpersonals zu einem zweien Streik auf.

Zum Wochenstart müssen sich Passagiere erneut auf Verspätungen und Flugausfälle an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem weiteren Streik aufgerufen. Das teilte sie am Sonntagmorgen mit. Der Ausstand soll am Montagmorgen gegen 4.00 Uhr mit Beginn der Frühschicht starten und am Dienstagmorgen mit dem Ende der Nachtschicht gegen 5.00 Uhr enden.

„Wiederum haben die Arbeitgeber leider nicht reagiert, sie haben kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und die Zeit über das Wochenende ungenutzt verstreichen lassen“, teilte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker mit. Daher verschärfe sich der Konflikt. Die Gewerkschaft sei aber weiter gesprächsbereit. Die frühe Ankündigung des Streiks erfolge aus Rücksicht auf die Fluggäste.

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Verdi fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Beschäftigten beim Check-in, beim Be- und Entladen der Flugzeuge und anderen Arbeiten auf dem Vorfeld erhielten derzeit im Durchschnitt etwa 11 Euro pro Stunde. In einer Urabstimmung hatten sich 98,6 Prozent der Verdi-Mitglieder für den Ausstand ausgesprochen.

Streik des Bodenpersonals Wie es auf der Tourismusmesse ITB plötzlich ganz ruhig wird

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld streikt das Bodenpersonal. Hundert Flüge fallen aus. Parallel findet in Berlin die Tourismusmesse ITB statt und die erlebt wegen des Streiks den wohl ruhigsten Tag ihrer Geschichte.

Internationalen Tourismus-Börse ITB Quelle: dpa

Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren. Das Gesamtvolumen betrage acht Prozent mehr Geld als im Moment ausgegeben werde, so ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg. In diesem sind die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert. Das Angebot setze bereits sehr hoch oben an, so der Sprecher am Samstag. „Wirtschaftlich ist zurzeit kaum mehr drin.“

Erst am Freitag waren Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen. Nach Angaben eines Sprechers der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg waren fast alle Verbindungen betroffen. Der Ausstand traf auch zahlreiche Besucher der am Sonntag zu Ende gehenden Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Bundeshauptstadt. Wie schon bei früheren Streiks leiteten einige Fluglinien bestimmte Flüge um, etwa nach Dresden und Leipzig, deren Flughäfen jeweils rund 25 Landungen übernahmen.

Am Samstagmorgen hatte das Bodenpersonal seine Arbeit wieder aufgenommen. Der Flugbetrieb normalisierte sich nach Angaben des BER-Sprechers danach zügig.

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