Zeitarbeit: Rücktritt des Deutschland-Chefs in unsicheren Zeiten

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KommentarZeitarbeit: Rücktritt des Deutschland-Chefs in unsicheren Zeiten

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Adecco-Deutschland-Chef Andreas Dinges tritt überraschend zurück.

von Harald Schumacher

Überraschender kann ein Rücktritt kaum kommen. Es sind wohl tatsächlich private Gründe, die Adecco-Deutschland-Chef Andreas Dinges dazu bringen, die Geschäfte niederzulegen und damit auch auf seinen Sitz im internationalen Führungsgremium der Adecco-Gruppe zu verzichten.

Dafür, dass Andreas Dinges freiwillig geht und die Chefs in der Schweiz überrascht, spricht die lange Auslaufphase: Dinges bleibt, bis ein Nachfolger gefunden ist, maximal bis Mitte 2015. Und die Suche nach dem Kandidaten oder der Kandidatin beginnt erst jetzt.

Andererseits fällt die Personalie in unruhige Zeiten. Die nachlassende Konjunktur drückt auf den Geschäftserfolg auch im wichtigen deutschen Markt. Die Koalition will die Spielräume der Branche weiter einengen. Adecco reagiert, wie die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen erfuhr - und so erklärt sich, warum die Gerüchteküche in dem eigentlich ruhigen Konzern derzeit brodelt wie selten.

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Die größten Arbeitskräfteverleiher in Deutschland 2013

  • Platz 5

    Autovision

    Umsatz in Mio. Euro: 550
    Zeitarbeitnehmer: 13.000

    Quelle: Lündendonk

  • Platz 4

    Manpower

    Umsatz in Mio. Euro: 576
    Zeitarbeitnehmer: 19.000

  • Platz 3

    Persona Service

    Umsatz in Mio. Euro: 662
    Zeitarbeitnehmer: 18.000

  • Platz 2

    Adecco

    Umsatz in Mio. Euro: 1571
    Zeitarbeitnehmer: 40.000

  • Platz 1

    Randstad

    Umsatz in Mio. Euro: 1880
    Zeitarbeitnehmer: 60.000

Rund 420 Niederlassungen hat der Vizemarktführer, der Randstad auf den Fersen ist, insgesamt in Deutschland. 130 davon gehören zur Dachmarke Adecco. Und rund zehn Prozent der 130 werden derzeit geschlossen, erfuhr wiwo.de exklusiv aus Unternehmenskreisen. Mitarbeiter verlieren sicher geglaubte Jobs. Und ob die Kunden es mitmachen, künftig von weiter entfernten Niederlassungen betreut zu werden, muss sich erst zeigen.

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Aber nachvollziehbar ist der Schritt, der wie ein Rückschritt wirkt. Gut verdienen können die Personalvermittler vorläufig nur mit qualifizierten und spezialisierten Arbeitskräften, die sie vermitteln, Adecco und die Adecco-Marke Tuja aber stehen für das Basis-Geschäft, die Adecco-Marke DIS hingehen für das lukrativere sogenannte Professionals-Geschäft. Zuletzt verstärkte sich DIS 2011 durch die Übernahme eines Spezialisten für Medizinpersonal.

Dass die spezialisierten Marken selbständig bleiben unter dem Adecco-Dach ist die richtige Strategie. Die Frage, die sich Dinges' Nachfolger stellt, ist: Was ist die richtige Strategie für die Marke Adecco selber?

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