Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
1 Kommentar
Der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer sagt im Interview mit der Wirtschaftswoche (Heft 23/2012), eine Näherin, die in El Salvador Adidas-Produkte näht, verdiene bis zu 230 US-Dollar im Monat. Dass dies mit Überstunden und Bonuszahlungen ist, verschweigt Herr Hainer. Ebenso, dass man (laut Statistikbehörde) vier dieser Gehälter bräuchte, um den Grundbedarf einer 4-köpfigen Familie abdecken zu können. Die Näherin, so Herr Hainer, verdiene mehr als ein Polizist oder ein Lehrer „dort“. Diese Aussage ist falsch: Das Einstiegsgehalt von PolizistInnen beträgt 424 US-Dollar plus 200 Dollar Verpflegungszuschlag; LehrerInnen beginnen bei 571 Dollar.
Herr Hainer hat aber Recht, dass dem Staat zu wenig Geld für die Entlohnung und die Ausstattung von Polizei und Schulen zur Verfügung steht. Es fehlt an ausreichenden Steuereinnahmen. Den Näherinnen, die in bitterer Armut trotz 60 Stundenwoche leben, kann der Staat kaum etwas abziehen. Und Adidas – trotz Rekordgewinns von über 600 Millionen Euro und Werbeausgaben von 1,7 Milliarden Euro pro Jahr – vergibt die Aufträge an Fabriken, die keine Steuern zahlen.
M.Pflaum
Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...
Kommentare zu: "Wir peilen eine Million Trikot-Verkäufe an"
zum Artikel