Kaiser's Tengelmann: Verkauf einzelner NRW-Filialen gestoppt

Kaiser's Tengelmann: Verkauf einzelner NRW-Filialen gestoppt

, aktualisiert 25. November 2016, 12:04 Uhr
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Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hatte wegen des Streits über die Übernahme der Filialen durch Edeka mit dem Einzelverkauf gedroht – der Plan wurde nun gestoppt. Stattdessen setzt Tengelmann auf eine schnelle Einigung zwischen Rewe und Edeka.

Quelle:Handelsblatt Online

Tengelmann hat den Verkaufsprozess der Kaiser's Tengelmann-Filialen in NRW offiziell gestoppt. Zuvor hatte man mit dem Verkauf einzelner Filialen gedroht. Diese Pläne sind nach der Einigung von Rewe und Edeka vom Tisch.

DüsseldorfDer Tengelmann-Konzern setzt auf eine Einigung der Supermarktketten Edeka und Rewe zur Aufteilung seiner angeschlagenen Tochter Kaiser's Tengelmann. Tengelmann habe aufgrund der Annäherung von Rewe und Edeka den Verkaufsprozess für knapp 100 Filialen von Kaiser's Tengelmann in Nordrhein-Westfalen auf Eis gelegt, sagte ein Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine Tengelmann-Sprecherin sagte dazu lediglich, die Schlichtung sehe vor, dass nicht veräußert werde. Tengelmann hatte ursprünglich damit gedroht, die Filialen in NRW einzeln zu verkaufen. Diese Zerschlagung wäre damit vom Tisch.

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Rewe und Edeka hatten vor einer Woche bei ihren Verhandlungen über die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann mit über 15.000 Arbeitsplätzen den entscheidenden Durchbruch erzielt. Die beiden Konkurrenten einigten sich auf einen Kaufpreis für die Kaiser's-Tengelmann-Märkte, die Rewe übernehmen wird. Bis zum 2. Dezember soll nun ein unterschriftsreifer Vertrag ausgehandelt werden.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wollte Kaiser's Tengelmann eigentlich als Ganzes an den Branchenprimus Edeka veräußern. Vor mehr als zwei Jahren hatte er die Transaktion besiegelt, Konkurrent Rewe hatte das Nachsehen. Das Bundeskartellamt legte sein Veto gegen die Pläne ein, doch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel überstimmte die Wettbewerbshüter mit einer Sondererlaubnis.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf wiederum legte diese Ministererlaubnis nach einer Klage von Rewe auf Eis. Gelingt nun eine endgültige Übereinkunft, soll Rewe die Klage gegen die Ministererlaubnis zurückziehen. Dann tritt Gabriels Verfügung in Kraft, Kaiser's Tengelmann fällt an Edeka und die Hamburger reichen dann Märkte in Berlin an Rewe weiter.

Quelle:  Handelsblatt Online
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