Outdoor-Ausrüster: Jack Wolfskin verliert weiter im Handel

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Eine Funktionsjacke des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin.

von Peter Steinkirchner

Bei den größten deutschen Sporthändlern verliert die Outdoormarke Jack Wolfskin weiter an Bedeutung. Eine Exklusivmeldung.

Im ersten Jahr unter der neuen Chefin, der früheren Puma- und Esprit-Vorstandsfrau Melody Harris-Jensbach, ist die Outdoormarke Jack Wolfskin bei den größten deutschen Sporthändlern weiter abgesackt. In der Rangliste der 20 wichtigsten Lieferantenmarken von Sport2000, einem Einkaufsverbund von allein in Deutschland mehr als 900 Sporthändlern mit mehr als 1200 Läden, rutschte Wolfskin nach Informationen der WirtschaftsWoche 2015 von Platz sieben auf Rang 13 ab.

Damit liegt der Konzern aus Idstein im Taunus, der seit 2011 dem US-Finanzinvestor Blackstone gehört, nun hinter Wettbewerbern wie Vaude und Fjällräven. Beim Einkaufsverbund Intersport war Wolfskin nach jahrelanger Spitzenposition 2014 auf Platz zwei und 2015 auf Platz vier abgerutscht. Jack Wolfskin ist mit einem Umsatz von zuletzt 345 Millionen Euro der größte deutsche Anbieter von Outdoor-Kleidung.

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Das Unternehmen will die Zahlen nicht kommentieren, verweist nur auf „positives Feedback aus dem Handel“ für die neuen Kollektionen, die Ende Januar auf der Sportartikelmesse Ispo in München vorgestellt werden. Hinter vorgehaltener Hand aber schätzen Händler, dass die Marke die Talsohle noch nicht erreicht hat. Gründe für den Absturz seien vor allem fehlende Produktinnovationen, mangelnde Markenpflege sowie die frühere Fehlentscheidung, zu stark auf Masse gesetzt zu haben.

Einen Abgesang auf das Label mit dem Abdruck einer Wolfspfote als Logo will Sport2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf allerdings noch nicht anstimmen: „Zweifelsohne hat Jack Wolfskin in den letzten beiden Jahren Federn lassen müssen. Allerdings spielt der Lieferant immer noch eine gewichtige Rolle“, sagte Rudolf der WirtschaftsWoche.

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