Südafrika: Steinhoff-Manager müssen vor Parlament aussagen

Südafrika: Steinhoff-Manager müssen vor Parlament aussagen

, aktualisiert 12. Dezember 2017, 10:06 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Das südafrikanische Parlament schaltet sich in den Skandal um mutmaßliche Bilanzforschungen beim Möbelriesen Steinhoff ein. Manager des Konzerns sollen Anfang kommenden Jahres Rechenschaft ablegen.

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Gegen die Nummer Zwei im Möbelmarkt hinter Ikea laufen in Deutschland bereits seit zwei Jahren Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen.

Düsseldorf, JohannesburgDie mutmaßlichen Bilanzfälschungen des deutsch-südafrikanischen Poco-Mutterkonzerns Steinhoff werden in Südafrika zum Politikum. Die Verantwortlichen von Steinhoff sollen Anfang kommenden Jahres vor dem Parlament erscheinen und Rechenschaft ablegen, wie es in einer Presseerklärung der Regierung Südafrikas hieß. Der Vorsitzende des Parlaments, Themba Godi, forderte darin die Ermittler auf, dringend die Sachverhalte um Steinhoff zu überprüfen. Das Ansehen des Landes stehe auf dem Spiel. Auch das südafrikanische Handelsministerium teilte mit, es wolle sich mit dem Fall beschäftigen.

Derweil griffen Anleger am Dienstag bei Steinhoff wieder zu. Die MDax-Aktie stieg den zweiten Tag infolge und kletterte um 32 Prozent auf 77 Cent. Nach dem Abgang des langjährigen Vorstandschefs Markus Jooste und dem Verdacht der Bilanzfälschungen hatten die Papiere in der vergangenen Woche 85 Prozent und damit 12,6 Milliarden Euro an Wert eingebüßt.

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Das Unternehmen ist an der Börse noch mit rund 2,5 Milliarden Euro bewertet. Moody's stufte die Papiere auf Ramschstatus von „B1“ auf „Baa3“ herunter. Die seit dem Sommer börsennotierte Steinhoff-Tochter Steinhoff Africa Retail, an der der Mutterkonzern 80 Prozent hält, wird derweil auf dem Parkett mit umgerechnet 3,5 Milliarden Euro bewertet.

Gegen die Nummer Zwei hinter Ikea laufen in Deutschland bereits seit zwei Jahren Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen. Der Konzern hat die Veröffentlichung der Geschäftszahlen wegen der Vorwürfe zuletzt verschoben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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