Aktionärsberater Hermes: „Volkswagen ist die Probleme nicht systematisch angegangen“

Aktionärsberater Hermes: „Volkswagen ist die Probleme nicht systematisch angegangen“

, aktualisiert 09. Mai 2017, 14:07 Uhr
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Der Wolfsburger Autobauer soll die Dieselkrise nur mangelnd aufgeklärt haben. Der Aktionärsberater Hermes möchte deshalb nicht, dass die VW-Aktionäre bei der Hauptversammlung die Vorstände entlasten.

Quelle:Handelsblatt Online

Volkswagen soll die Aufklärung der Dieselaffäre nur unzureichend angegangen sein, behauptet der Aktionärsberater Hermes EOS. Bei der Hauptversammlung sollten die Aktionäre deshalb eine klare Entscheidung treffen.

HamburgDer Aktionärsberater Hermes EOS hat seine Kritik an der Aufklärung der Dieselkrise durch Volkswagen erneuert und dringt auf eine unabhängige Prüfung. „Wir glauben, dass Volkswagen die Probleme nicht systematisch angegangen ist“, kritisierte Hermes-Manager Hans-Christoph Hirt am Dienstag in London. Er empfahl den VW-Aktionären auf ihrer Hauptversammlung am Mittwoch in Hannover, sowohl gegen eine Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat als auch gegen das neue Vergütungssystem zu stimmen.

Wie zuvor bereits andere Anteilseigner monierte Hermes, dass Volkswagen die Ermittlungsergebnisse der US-Kanzlei Jones Day in dem Dieselskandals nicht öffentlich gemacht hat. Dadurch blieben sowohl die Hintergründe der Abgasmanipulation als auch die Rolle des Managements und des Aufsichtsrats weiter im Dunkeln.

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Der einflussreiche Aktionärsberater erkannte zwar Fortschritte bei der Erneuerung der Vorgaben für Integrität und Compliance von Volkswagen an. Dies reiche aber nicht aus. „Das Unternehmen sollte daher eine systematische, unabhängige Überprüfung und Analyse dessen vornehmen, was schief gelaufen ist.“ Das umfasse auch die Frage, welche Rolle die Unternehmenskultur bei Volkswagen bei dem Skandal gespielt habe.

Hermes monierte erneut die Zusammensetzung des VW-Aufsichtsrats, den er für nicht unabhängig genug hält. Investoren ist die Rolle des Landes Niedersachsen als zweitgrößter Aktionär bei dem Wolfsburger Autobauer schon länger ein Dorn im Auge.

Quelle:  Handelsblatt Online
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