Bayer kauft Monsanto: Der 66-Milliarden-Deal ist fix

Bayer kauft Monsanto: Der 66-Milliarden-Deal ist fix

, aktualisiert 14. September 2016, 13:24 Uhr
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Bayer übernimmt den Saatgutkonzern für knapp 66 Milliarden Dollar.

Quelle:Handelsblatt Online

Es ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hat: Bayer kauft den US-Saatguthersteller Monsanto für knapp 66Milliarden Dollar. Die Leverkusener zahlen dabei 128 Dollar je Monsanto-Aktie.

DüsseldorfBayer kauft den US-Saatguthersteller Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar (58,7 Mrd. Euro). Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern zahle 128 Dollar je Monsanto-Aktie, teilte Bayer am Mittwoch mit. Es ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hat.

Bayer hatte in den seit Monaten andauernden Verhandlungen seine Offerte mehrmals scheibchenweise erhöht. Gestartet war Bayer im Mai mit 122 Dollar, Anfang September stellte der Konzern zuletzt 127,50 Dollar je Aktie in Aussicht.

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Gemeinsam mit Monsanto wird Bayer zum weltweit führenden Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Nach Einschätzung von Marktexperten ist der Kauf der Amerikaner für Bayer strategisch sinnvoll. Allerdings steht Monsanto wegen seiner aggressiven Geschäftspraktiken und seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Die Amerikaner sind auch der Entwickler des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Bayer-Chef Werner Baumann betont dagegen die Vorteile eines Zusammenschlusses. Die Agrarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben. Immerhin müssten bis 2050 drei Milliarden Menschen zusätzlich ernährt werden. Gleichzeitig müsse man die Folgen der Klimaerwärmung auf die Landwirtschaft in den Griff bekommen.

Interessant für Bayer ist der innovative US-Konzern nicht nur wegen seines Know-hows in der Biotechnologie, sondern auch wegen seiner führenden Rolle beim „digital farming“ – der Nutzung digitaler Techniken für die Landwirtschaft.

Bayer und Monsanto sind nicht die einzigen Konzerne in der Branche, die ihr Heil in Zusammenschlüssen und Übernahmen suchen. Der chinesische Chemieriese ChemChina schluckt gerade den Schweizer Saatgutspezialisten Syngenta für 43 Milliarden Dollar. Ende 2015 wurde bereits der Zusammenschluss der US-Konzerne Dow Chemical und Dupont zu einem neuen Branchenriesen auf den Weg gebracht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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