Bilfinger: Industriedienstleister erwartet zusätzliche Millionenbelastungen

Bilfinger: Industriedienstleister erwartet zusätzliche Millionenbelastungen

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Mitarbeiter des deutschen Industriedienstleisters Bilfinger

Bilfinger rechnet wegen hoher Zusatzbelastungen mit Kratzern in seiner Gewinnrechnung. Verzögerungen bei einer US-Tochter hätten zu Kostenüberschreitungen geführt.

Der Industriedienstleister Bilfinger rechnet wegen hoher zusätzlicher Belastungen von rund 55 Millionen Euro mit Kratzern in seiner Gewinnrechnung. Bei Montage-Geschäften der US-Tochter Westcon hätten Verzögerungen zu Kostenüberschreitungen geführt, teilte der MDax-Konzern in Mannheim mit. Im Gesamtjahr 2017 rechnet der Konzern deshalb im laufenden Geschäft zwar nicht mit einem Verlust, aber auch nicht mehr mit einem positiven Ergebnis.

Für das Konzernergebnis kann Bilfinger die Belastung an anderer Stelle ausgleichen. Im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit in der katarischen Hauptstadt Doha seien rund 60 Millionen Euro geflossen, die sich positiv auf das Ergebnis auswirkten, hieß es in Mannheim.

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„Wir sind sehr unzufrieden damit, wie Projekte früher angegangen worden sind“, sagte Vorstandsvorsitzender Tom Blades, der seit einem Jahr im Amt ist, am Mittwoch zu der Gewinnwarnung. Er rechne nicht mit weiteren Problemfällen, könne diese aber nicht ganz ausschließen. Die betreffenden Projekte stammen demnach aus 2015 und 2016. Der Streit um die Verzögerungen bei Montage-Geschäften soll vor dem Schiedsgericht verhandelt werden.

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