Clariant: Schweizer Chemiekonzern fusioniert mit Wettbewerber

Clariant: Schweizer Chemiekonzern fusioniert mit Wettbewerber

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Chemiekonzerne: Clariant und Huntsman fusionieren

Der Schweizer Chemiekonzern Clariant will mit dem US-Wettbewerber Huntsman fusionieren. Mit dem Zusammenschluss entstehe ein Unternehmen mit einem Umsatz von rund 13,2 Milliarden Dollar.

Der Schweizer Chemiekonzern Clariant fusioniert mit dem texanischen Unternehmen Huntsman. Die Entscheidung solle noch am Montag bekanntgegeben werden, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wird Huntsman-Chef Peter Huntsman Chef der neuen Firma, während sein Clariant-Kollege Hariolf Kottmann den Verwaltungsrat führt. Einer der Insider sagte, das Unternehmen werde seinen Sitz in der Schweiz haben, aber vom texanischen Woodlands aus gesteuert. Dort hat Huntsman bereits seine Zentrale. Mit dem Zusammenschluss entstünde ein Unternehmen mit einem Marktwert von mehr als 14 Milliarden Dollar. Der Spezialchemiehersteller Clariant entstand in den 90er Jahren aus Teilen der schweizerischen Sandoz und des deutschen Konzerns Hoechst. Das in Muttenz bei Basel ansässige Unternehmen stellt etwa Flugzeugenteisungsmittel oder Farbpigmente her. Chemikalien von Huntsman werden in Farben, Bekleidung oder am Bau verwendet.

Über den Zusammenschluss berichtete am Sonntag zuerst das "Wall Street Journal". Dem Blatt zufolge sollen Clariant-Aktionäre 52 Prozent des Unternehmens besitzen und Anteilseigner von Huntsman den Rest. Ein Huntsman-Sprecher gab keinen Kommentar ab. Clariant reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Reuters hatte bereits im März berichtet, dass es zwischen den beiden Firmen informelle Gespräche über einen Zusammenschluss gab. Insidern zufolge scheiterten diese aber Ende 2016 an der Frage, ob Amerikaner oder Schweizer in einem neuen Unternehmen das Sagen haben werden. Die jetzige Verteilung der Posten ist ein Zeichen dafür, dass beide gleichberechtigt sein sollen.

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Clariant stand unter dem Druck von Investoren, einen Partner zu finden, um Kosten zu senken und das Wachstum anzukurbeln. Firmenlenker Kottmann baut seinen Konzern seit Jahren um. So trennte er sich 2012 von den Sparten für Textil- und Papierchemie. Weil sich das Wachstum in der Chemiebranche insgesamt abschwächt, setzen viele europäische Unternehmen auf Übernahmen. Seit Mitte 2015 gab es etwa Milliardenzukäufe von BASF, Solvay, Evonik und Lanxess. In den USA wagen Dow and DuPont eine Fusion im Volumen von 130 Milliarden Dollar. Nach dem Zusammenschluss soll das neue Unternehmen in drei Bereiche aufgespalten werden.

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