Deutsche Industrie: Euro-Zonen-Aufschwung bringt Auftragszuwachs

Deutsche Industrie: Euro-Zonen-Aufschwung bringt Auftragszuwachs

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Der Euro-Zonen-Aufschwung bringt einen Auftragszuwachs für die deutsche Industrie mit sich.

Das Wachstum der Euro-Zone erhöht auch die Auftragszahl der deutschen Industrie. Besonders die Nachfrage aus dem Ausland ist ein wichtiger Faktor.

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im September wegen der starken Nachfrage aus der Euro-Zone überraschend gefüllt. Bei den Unternehmen gingen 1,0 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Rückgang von 1,5 Prozent gerechnet, nach einem kräftigen Wachstum von 4,1 Prozent im August. "Die Bestelltätigkeit hat sich auf hohem Niveau weiter erhöht", erklärte das Ministerium. "Das verbesserte Geschäftsklima in der Industrie deutet darauf hin, dass sich der Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe fortsetzen wird."

Siemens Klarheit über Stellenabbau bis Mitte November

Siemens plant einen umfangreichen Stellenabbau im Kraftwerksgeschäft. Auch ganze Fabriken – unter anderem in Ostdeutschland – stehen zur Disposition. Der Konzern will sich bis Mitte November detailliert zu den Plänen äußern.

Im Kraftwerksgeschäft sind tausende Stellen in Gefahr. Quelle: AP

Die Nachfrage aus dem Inland schrumpfte diesmal um 0,1 Prozent, während die aus dem Ausland um 1,7 Prozent zunahm. Dabei stiegen die Neuaufträge aus den Euro-Ländern um 6,3 Prozent, während die aus dem Rest der Welt um 1,0 Prozent abnahm. Gefragt waren vor allem Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge: Hier wuchsen die Aufträge um 4,9 Prozent. Bei Vorleistungen wie Chemikalien gab es einen Rückgang um 4,0 Prozent. Bei Konsumgütern fielen die Bestellungen 2,8 Prozent schwächer aus.

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Die deutsche Wirtschaft war zwischen April und Juni um 0,6 Prozent gewachsen. Sie dürfte Ökonomen zufolge auch im abgelaufenen dritten Quartal ähnlich deutlich zugelegt haben. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht kommende Woche eine erste Schätzung.

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