Diesel-Skandal: US-Urteil gegen VW-Mitarbeiter verzögert sich

Diesel-Skandal: US-Urteil gegen VW-Mitarbeiter verzögert sich

, aktualisiert 30. April 2017, 14:49 Uhr
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Im Juli soll in den USA das erste Urteil gegen einen VW-Mitarbeiter fallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Das erste Urteil im Dieselskandal in den USA verzögert sich: Am 26. Juli soll die Strafe gegen einen geständigen VW-Mitarbeiter verkündet werden. Den US-Behörden hatte er nach seiner Verhaftung als Kronzeuge gedient.

DetroitIm Dieselskandal soll das erste Urteil in den USA gegen einen VW-Mitarbeiter nun am 26. Juli verkündet werden. Der Termin sei verschoben worden, teilte der Anwalt des geständigen Managers, Gero von Pelchrzim, am Sonntag mit. Eigentlich wollte Richter Sean F. Cox in Detroit sein Urteil an diesem Mittwoch verkünden. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet. Demnach hatte die Verteidigung die Verlegung beantragt, da ihr Prozessunterlagen nicht rechtzeitig vorgelegt worden seien.
Der VW-Mitarbeiter war im Juni 2016 festgenommen worden und hatte seitdem als Kronzeuge mit den Behörden zusammengearbeitet. Er hatte vor dem Bezirksgericht in Detroit zugegeben, am Konzernsitz in Wolfsburg und später in den USA Teil einer fast zehn Jahre andauernden Verschwörung gewesen zu sein. Ziel sei die Entwicklung spezieller Software zur Manipulation von Emissionstests gewesen, mit der in den USA Behörden und Kunden getäuscht worden seien.

Als Höchststrafe drohen dem Manager fünf Jahre Haft und 250.000 US-Dollar (230.000 Euro) Geldstrafe. Beobachter rechnen aber angesichts seiner Kooperation mit den Behörden mit einem niedrigeren Urteil.

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Ein weiterer VW-Mitarbeiter, der sich bis März 2015 in leitender Funktion um Umweltfragen in den USA gekümmert hatte, war im Januar 2017 festgenommen worden. Er streitet den Vorwurf ab, am Abgasskandal beteiligt gewesen zu sein. Dem Mann droht eine lange Haftstrafe.

Volkswagen hatte weltweit die Abgaswerte von Millionen Dieselfahrzeugen manipuliert. In den USA hat sich VW deshalb bereits auf Schadenersatzzahlungen von fast 20 Milliarden Dollar geeinigt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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