Produktionsverlegung? : Besorgnis in Tschechien wegen VW-Marke Skoda

Produktionsverlegung? : Besorgnis in Tschechien wegen VW-Marke Skoda

, aktualisiert 04. Oktober 2017, 21:44 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka will mit dem Management der Volkswagen-Marke Skoda über mögliche Produktionsverlagerungen nach Deutschland reden. Das würde 2000 Arbeitsplätze kosten.

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Es gibt Spekulationen, dass die Produktion der VW-Marke zum Teil nach Deutschland verlagert wird.

PragIn Tschechien sorgen Medienberichte für Unruhe, wonach Volkswagen einen Teil der Skoda-Produktion in Fabriken außerhalb des Landes verlegen könnte. „Es ist das klare Interesse der Regierung, dass alle in Tschechien geplanten Investitionen von VW und Skoda realisiert werden und es zu keiner Verschiebung der Produktion ins Ausland kommt“, teilte der Sprecher von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Mittwoch mit. Sobotka wolle sich in Kürze mit Skoda-Personalvorstand Bohdan Wojnar und dem Gewerkschaftsvertreter Jaroslav Povsik zu Gesprächen treffen. Anschließend werde er über das weitere Vorgehen entscheiden.

Ein Volkswagen-Sprecher sagte der dpa auf Anfrage, das seien Spekulationen. „Diese Diskussion wird bei uns nicht geführt.“ Mit den Diskussionen bei Volkswagen vertraute Personen hatten der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass der wachsende interne Wettbewerb unter den Schwestermarken VW und Skoda eingedämmt werden und dafür ein Teil der Produktion nach Deutschland kommen soll.

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Zuvor hatte Povsik der Nachrichtenagentur CTK gesagt, im Gespräch sei etwa eine Verschiebung der Produktion des Skoda-Topmodells Superb ins VW-Werk Emden. Das würde in Tschechien bis zu 2.000 Arbeitsplätze kosten. Eine Entscheidung darüber werde aber frühestens 2022 fallen, wenn das Nachfolgemodell auf den Markt kommen solle.

Die Wirtschaftszeitung „Hospodarske noviny“ hatte jüngst berichtet, wegen der vollständigen Auslastung der Skoda-Fabriken in Tschechien werde nach zusätzlichen Produktionsstätten innerhalb des Volkswagen-Konzerns gesucht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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