Merck baut Ergebnis zum Jahresauftakt aus

Quartalszahlen: Merck baut Ergebnis zum Jahresauftakt aus

, aktualisiert 18. Mai 2017, 08:54 Uhr
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Der Pharma- und Chemiekonzerns Merck.

Für das gesamte Jahr rechnet der Pharma- und Chemiekonzern Merck mit moderatem Wachstum. Die Zulassung eines Krebsmittels bescheren Merck einen deutlichen Ergebnisanstieg im ersten Quartal.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck profitiert von einem starken Geschäft in Asien und Lateinamerika. Im ersten Quartal steigerte das Darmstädter Unternehmen sein Ergebnis überraschend deutlich, hält im Gesamtjahr aber weiterhin auch einen Rückgang für möglich. "2017 ist für Merck erneut ein Jahr mit vielen Herausforderungen, aber auch mit großen Chancen", sagte Vorstandschef Stefan Oschmann am Donnerstag. Die Südhessen hatten erst kürzlich zwei erste Zulassungen in den USA für ihre Krebsimmuntherapie Bavencio erhalten. Die kostspielige Forschung drückt allerdings womöglich das Ergebnis in diesem Jahr, wie Oschmann bereits zur Bilanzvorlage angekündigt hatte. Er präzisierte nun, dass Merck 2017 mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro rechnet, nachdem im Vorjahr 4,5 Milliarden zu Buche standen.

Merck Das erste neue Medikament seit neun Jahren

Nach nur zwei neuen Medikamenten in 14 Jahren, soll das neue Medikament Avelumab den Durchbruch für Merck bringen. Im Feld der Krebsimmuntherapie hat das noch weitere Eisen im Feuer.

Nach neun Jahren hat Merck wieder ein neues Medikament auf den Markt gebracht. Quelle: dpa

Der Umsatz soll sich in diesem Jahr auf 15,5 bis 16 Milliarden (2016: 15) Milliarden Euro erhöhen, wozu auch positive Wechselkurseffekte, wie etwa der starke Dollar, beitragen. Diese kamen Merck auch im ersten Quartal zu Gute. Der Umsatz erhöhte sich von Januar bis März um gut fünf Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, aus eigener Kraft wuchs Merck um rund drei Prozent. Schwung kam aus der Region Asien-Pazifik, in der Merck soviel umsetzt wie in keiner anderen Region und in der das HealthCare-Geschäft kräftig zulegte. Aber ebenfalls in Lateinamerika baute der Konzern seinen Umsatz auch dank Währungseffekten deutlich aus.

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Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) kletterte im ersten Quartal um 14,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Merck profitierte dabei unter anderem von einer Vorauszahlung von einem Lizenzpartner im HealthCare-Geschäft sowie einer Meilensteinzahlung für die Zulassung seines Krebsmittels Bavencio vom US-Pharmariesen Pfizer, mit dem die Darmstädter bei dem Medikament zusammenarbeiten. Rund lief es für Merck auch im Life-Science-Bereich, der Produkte für die Pharmaforschung anbietet und durch die Übernahme der US-Firma Sigma-Aldrich an Bedeutung gewann. Dagegen trübte sich das Geschäftsumfeld für Flüssigkristalle für Flachbildschirme weiter ein und Merck musste im Bereich Spezialchemikalien einen Ergebnisrückgang verdauen.

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