Siemens: Spion soll Informationen an Chinesen verkauft haben

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Das Logo des Mischkonzerns Siemens

von Angela Hennersdorf und Silke Wettach

Ein Siemens-Mitarbeiter soll Informationen aus der Energiesparte des Unternehmens an Chinesen verkauft haben. Den Hinweis dazu erhielt das Unternehmen über das interne Whistleblower-System.

Der am Freitag von der niederländischen Polizei festgenommene 65-jährige Siemens-Mitarbeiter soll Informationen über technische Details aus der Energie-Sparte von Siemens an einen Konkurrenten in China verkauft haben. Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Unternehmenskreise. Der Angestellte arbeitete in der holländischen Niederlassung in Hengelo.

Nach Informationen der niederländischen Staatsanwaltschaft kam der Hinweis auf den mutmaßlichen Spion aus dem Siemens-internen Whistleblower-System. Über dieses System, intern „tell us“ genannt, können Siemens-Mitarbeiter weltweit anonyme Hinweise über Korruption oder anderes illegales Verhalten im Konzern melden.

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Die Compliance-Abteilung von Siemens hatte nach dem Hinweis über den Angestellten in den Niederlanden den Fall an die holländische Polizei gemeldet. Die nahm den Mann am Amsterdamer Flughafen Schiphol fest, von wo aus er nach China ausreisen wollte. Nun sitzt er bis zu einer möglichen Anklage in Untersuchungshaft in Haarlem.

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