Volkswagen: Auch Müller gerät ins Visier der Ermittler

Volkswagen: Auch Müller gerät ins Visier der Ermittler

, aktualisiert 19. März 2017, 08:10 Uhr
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Laut einem Zeitungsbericht wurde am Mittwoch auch das Büro des VW-Chefs durchsucht.

Quelle:Handelsblatt Online

In der Abgas-Affäre bei Audi steht offenbar auch Volkswagen-Chef Matthias Müller im Visier der Justiz. Sein Büro soll am Mittwoch durchsucht worden sein. Unterdessen nimmt der Ausstieg von Ferdinand Piëch bei VW Form an.

FrankfurtIn der Abgas-Affäre bei Audi ist nach einem Zeitungsbericht auch der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller ins Visier der Münchner Justiz geraten. Bei Durchsuchungen am vergangenen Mittwoch hätten die Staatsanwälte in Müllers Wolfsburger Büro Unterlagen zu Audi beschlagnahmt, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“ vorab. Müller, der Aufsichtsratschef bei Audi ist, werde ebenso wenig wie Audi-Chef Rupert Stadler als Beschuldigter geführt.

Die Ermittler hätten 47 Konzern-Mitarbeiter aufgelistet, die in die Affäre verwickelt sein könnten, so die Zeitung. Darunter befinde sich neben Müller auch Stadler. Bei ihnen suchten sie gezielt nach Hinweisen zum Abgas-Skandal, etwa Terminkalender, persönliche Notizbücher und Speicherkarten von Smartphones. Aus den Unterlagen erhofften sich die Staatsanwälte Erkenntnisse, ob und wann Aufsichtsräte und Vorstände bei Audi von den illegalen Praktiken wussten oder gar an ihnen aktiv mitwirkten.

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Unterdessen könnte der Ausstieg des Autounternehmers Ferdinand Piëch aus den Konzernen Volkswagen und Porsche offenbar schon bald vollzogen werden. Die Übernahme des 1,1 Milliarden Euro teuren Aktienpaketes durch andere Mitglieder der Familien Piëch und Porsche solle noch vor der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart abgeschlossen werden, berichtete die „Bild am Sonntag“ vorab.

Die beiden weit verzweigten Familienstämme Porsche und Piëch sind die Erben des Autopioniers und „Käfer“-Konstrukteurs Ferdinand Porsche. Ihnen gehört über die Holding Porsche SE gut 52 Prozent an Volkswagen. An der Porsche SE wiederum hält der frühere VW-Chef Ferdinand Piëch über Stiftungen 14,7 Prozent, die nun verkauft werden sollen. Dabei haben seine Verwandten ein Vorkaufsrecht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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