Volkswagen: Betriebsräte wollen „anspruchsvollere Ziele“ für Manager-Boni

Volkswagen: Betriebsräte wollen „anspruchsvollere Ziele“ für Manager-Boni

, aktualisiert 03. Februar 2017, 13:19 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die Betriebsräte von Volkswagen fordern eine Änderung bei den Manager-Boni: Geht es nach den Arbeitnehmervertretern, sollen die Vorstandsmitglieder härter für ihre Bonuszahlungen arbeiten.

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Der Streit um zu hohe Managergehälter ist durch die Zahlung von mehr als 12 Millionen Euro an die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt neu entflammt.

WolfsburgManager von Volkswagen sollen nach dem Willen der Betriebsräte im Konzern künftig härter für ihre Bonuszahlungen arbeiten müssen. „Es passt nicht ins Bild: Leiharbeiter werden vom Vorstand abgemeldet, und gleichzeitig geht ein Vorstandsmitglied mit Millionen aus der Tür“, sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh der „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag).

VW hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, das Vergütungssystem für Manager ändern zu wollen. „Dabei muss das neue System deutlich anspruchsvollere Ziele setzen“, forderte Osterloh. Die Vorstände sollten also höhere Hürden überwinden müssen, um ihre Boni voll ausgezahlt zu bekommen. Osterloh ist auch Mitglied des VW-Aufsichtsrates, der die Gehälter für Top-Manager beschließt.

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Von den Arbeitnehmervertretern der VW-Töchter Porsche und Audi bekam Osterloh Unterstützung. „Eine intergalaktische Vorstandsvergütung kann es nur bei einer intergalaktischen Leistung geben“, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück der Deutschen Presse-Agentur. „Sonst versteht das draußen keiner.“

Audi-Betriebsratschef Peter Mosch polterte: „Wir haben als Arbeitnehmervertreter jetzt langsam genug. Das alles schadet dem Konzern und den Arbeitsplätzen.“ Die Arbeitnehmervertreter erwarteten vom Vorstand Signale in die Öffentlichkeit, dass es so nicht weitergehen gehen könne. Zuletzt hatte es Kritik gegeben, weil Christine Hohmann-Dennhardt zu ihrem Abschied eine Zahlung von mehr als 12 Millionen Euro nach nur gut einem Jahr Arbeit als Konzernvorstand für Integrität und Recht erhält.

Quelle:  Handelsblatt Online
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