Internet der Dinge: Berliner Start-up Relayr kauft zu

Internet der Dinge: Berliner Start-up Relayr kauft zu

, aktualisiert 23. Dezember 2016, 12:00 Uhr
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Relayr ermöglicht es Industriekunden, die Daten, die sie aus ihren Geräten oder Maschinen auslesen, in der Cloud zu analysieren und daraus neue Geschäftsmodelle zu generieren.

von Miriam SchröderQuelle:Handelsblatt Online

Im November stieg die Munich Re mit 23 Millionen Dollar bei der Berliner Firma ein - jetzt übernimmt das Start-up einen Konkurrenten aus Kalifornien. Die Standorte in Polen und Berlin sollen weiter ausgebaut werden.

BerlinDas Berliner IoT-Start-up Relayr, bei dem vor kurzem erst die Munich Re eingestiegen ist, wächst – und übernimmt dafür die Firma Proximetry mit Sitz in San Diego und Katowice in Polen. „Mit dem Kauf werden wir nicht nur unser Technologiespektrum erweitern“, sagte Relayr-Chef Joseph Brunner dem Handelsblatt. „Wir werden auch unser Partnernetzwerk stärken und unsere Kundenbasis erweitern.“ Proximetry arbeitet nach Informationen des Handelsblatts unter anderem mit dem US-Konzern General Electric zusammen.

Relayr ist eine Plattform für das Internet der Dinge. Sie ermöglicht es Industriekunden, die Daten, die sie aus ihren Geräten oder Maschinen auslesen, in der Cloud zu analysieren, miteinander zu verbinden und daraus neue Geschäftsmodelle zu generieren. Der Aufzughersteller Schindler aus der Schweiz beispielsweise wartet mit Hilfe von Relayr die von ihm betriebenen Fahrstühle. Damit operiert die Firma, an der neben der Munich Re unter anderem auch der renommierte US-Fonds Kleiner Perkins beteiligt ist, auf dem milliardenschweren Markt der Industrie 4.0.

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Gegründet wurde Relayr 2013 von Jackson Bond, Paul Hopton und Harald Zapp. Joseph Brunner, der zuvor seine Energiesparfirma Joulex für geschätzte 100 Millionen Dollar an Cisco verkauft hatte, stieg erst als Investor, dann als Geschäftsführer mit ein. Mittlerweile beschäftigt die Firma an den Standorten Berlin und Boston um die 100 Mitarbeiter. Durch den Zukauf von Proximetry kommen noch einmal mehr als 50 hinzu. Proximetry liefere eine Art Betriebssystem auf einem Chip, das es ermögliche, nicht nur Informationen aus den Dingen herauszulesen, sondern umgekehrt auch die Dinge aus der Ferne zu steuern, so Brunner. Als Beispiel nannte er die Installation eines Software-Updates – quasi der Teil in der Datenkette, der Relayr noch fehlte. „So können wir Komponenten besser managen und unser Produkt stärker skalieren“, sagt Joseph Brunner.

Die Proximetry-Standorte in San Diego und in Katowice sollen bestehen bleiben, sagt Brunner, vor allem das Büro in Polen wolle man noch weiter ausbauen – wegen der vielen gut ausgebildeten Programmierer vor Ort. „In Berlin haben wir derzeit einen sehr angespannten Arbeitsmarkt. Es ist schwer, Entwickler zu finden“, sagt Brunner. Dennoch wolle man auch die Relayr-Zentrale in Berlin weiter ausbauen. Die jüngste Finanzierungsrunde fand im vergangenen November statt und brachte 23 Millionen Dollar in die Kasse. Geld, mit dem das Unternehmen vor allem Wachstum finanzieren wollte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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