RTL Group: Fernsehkonzern übertrifft Gewinnerwartungen

RTL Group: Fernsehkonzern übertrifft Gewinnerwartungen

, aktualisiert 10. März 2016, 09:11 Uhr
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Der Eingangsbereich des Gebäudes der RTL Mediengruppe in Köln.

Die RTL Group fährt einen Rekordgewinn ein. Grund dafür ist das starke Wachstum auf dem deutschen Markt und im Digitalgeschäft.

Sprudelnde TV-Werbeeinnahmen in Deutschland treiben Umsatz und Betriebsgewinn des europäischen Fernsehkonzerns RTL Group auf Rekordhöhen. Der Konzernerlös legte im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro zu, wie die Bertelsmann -Tochter am Donnerstag mitteilte. Auch das Digitalgeschäft und günstige Wechselkurseffekten unterstützten das Wachstum. Vom starken Dollar profitierte die Produktionstochter FremantleMedia.

Das Betriebsergebnis (reported Ebita) kletterte 2015 um zwei Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, etwas stärker als vom Vorstand in Aussicht gestellt und von Branchenexperten erwartet. Der Überschuss, der im Vorjahr von Sondereffekten belastet worden war, stieg sogar um 21 Prozent auf 789 Millionen Euro und übertraf damit die Marktprognosen deutlich.

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Die reguläre Dividende soll um 50 Cent auf drei Euro je Aktie erhöht werden. Bereits im September hatten die Aktionäre eine Sonderdividende auf Vorjahresniveau von einem Euro je Aktie erhalten.

RTL International Direkter Draht zum Zuschauer gesucht

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RTL startet einen eigenen Auslands-Ableger. Quelle: dpa

"Trotz eines gemischten Bildes der globalen Wirtschaft war 2015 ein Rekordjahr für die RTL Group", bilanzierten die Vorstandschefs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch. "Unsere größte Einheit, die Mediengruppe RTL Deutschland, ist deutlich gewachsen und erzielte einen weiteren Rekordgewinn - und das bereits das vierte Jahr in Folge." Das Deutsche TV-Geschäft lieferte mit einem Ergebniswachstum um 5,2 Prozent auf 684 Millionen Euro erneut den Löwenanteil des Gewinns. Das entspricht einer Umsatzrendite von 32 Prozent.

Das Digitalgeschäft mit Online-Videos wuchs um 72 Prozent auf 508 Millionen Euro. Das waren rund acht Prozent der Konzernerlöse. Aus der traditionellen Einnahmequelle Fernseh- und Radiowerbung stammen nur noch 54 Prozent der Erlöse. Beim deutschen Rivalen ProSiebenSat.1 sind es noch 60 Prozent. 22 Prozent der Umsätze lieferte bei RTL das Geschäft mit Inhalteproduktionen.

Im laufenden Jahr erwartet der RTL-Konzern bei stabilen oder leicht wachsenden europäischen TV-Werbemärkten erneut steigende Umsätze und ein stagnierendes Betriebsergebnis. (

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