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Hannover Messe: Partnerland China strotzt vor Selbstbewusstsein

von Anke Henrich

Das Reich der Mitte strebt an die Spitze. Das machte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao auf der Hannover Messe deutlich. Nicht allen gefiel dessen Rede.

Produktschau, Ideenwerkstatt, Konzeptionsschmiede: Die Messe in Hannover gilt als das Schaufenster der deutschen Wirtschaft und strahlt als größte Investitionsgütermesse der Welt. Mit Themen wie Energietechnik, Energieeffizienz und Urbanität besetzt die Branchenschau die wichtigen Themen des 21. Jahrhunderts.

Bild: dpa

Deutsch-chinesische Forderungen auf der Hannover Messe: Die Regierungschefs von Deutschland und China haben auf der wichtigsten Industriemesse weltweit trotz des Lobes für die starken Wirtschaftsbeziehungen kritische Themen nicht ausgespart.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte auf einem gemeinsamen Wirtschaftsforum den besseren Schutz geistigen Eigentums deutscher Unternehmen und einen fairen Wettbewerb.

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao verlangte seinerseits, den Export von Spitzentechnik aus der EU in die Volksrepublik zu erleichtern. Wen versprach, China werde geistiges Eigentum effektiv schützen und sicherte zu, dass alle Unternehmen auf dem chinesischen Markt fair behandelt würden.

Die gegenseitigen Forderungen machten jeweils nur einen kleinen Teil der Reden der beiden Regierungschefs aus, was allerdings den gängigen Höflichkeitsregeln des diplomatischen Austauschs entspricht.

Lob für die deutsch-chinesischen Beziehungen

Abseits davon lobte Wen, Deutschland und China hätten auf ihrem gemeinsamen Weg seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor 40 Jahren „glänzende Spuren hinterlassen“.

Die Wirtschaftsbeziehungen seien gegenseitig befruchtend. „Die Stabilität der wirtschaftlichen Beziehungen beruht auf Vertrauen“, sagte Wen. Beide Länder seien Freunde, nicht Rivalen. Derzeit sei die chinesische Wirtschaft im Wandel, die Volksrepublik lege mittlerweile gleichermaßen Wert auf Im- und Exporte.

Der größte (Tunnel-)Bohrer der Welt kommt von Herrenknecht. Es gibt nur zwei Maschinen dieser Art, die S-317 und die S-318. Beide haben einen Durchmessern von 15,43 Metern

Bild: Pressebild

Merkel erklärte, die wachsende Stärke der chinesischen Wirtschaft sei kein Problem für die heimische Wirtschaft. „Das ist ein Ansporn für deutsche Unternehmen“, sagte Merkel und lobte die guten Beziehungen zur Volksrepublik. „China und Deutschland, das sind zwei Länder, die sich gut ergänzen.“

Die Bundeskanzlerin lobte den großen Warenaustausch zwischen beiden Staaten, in den vergangenen zehn Jahren sei der Handel um 400 Prozent gewachsen.

Merkel und Wen hatten die Industriemesse zuvor eröffnet. China ist in diesem Jahr offizielles Partnerland.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 24.04.2012, 14:34 UhrPaul

    Oh, Frau Merkel: "Erst kommt das Fressen und dann erst die Moral". Menschenrechte kann man schon mal auslassen, wenn eine Diktatur zu Gast ist. Ganz bestimmt wird die alle Patentrechte achten. Wer´s glaubt wird seelig.

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