Gender Gap Report: Noch 170 Jahre bis zur Gleichstellung

Gender Gap Report: Noch 170 Jahre bis zur Gleichstellung

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Deutschland liegt auf der Rangliste des Global Gender Gap auf Platz 15.

Die wirtschaftliche Gleichstellung von Männern und Frauen ist noch immer weit entfernt. Das geht aus einer Studie des Weltwirtschaftsforums hervor. Wie Deutschland abschneidet – und welche Länder schon weiter sind.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern bleibt weltweit noch für lange Zeit eine Vision. Nach dem jüngsten Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hat sich die ökonomische Kluft zwischen den Geschlechtern zuletzt sogar wieder weiter geöffnet.

War das WEF noch im vorigen Jahr davon ausgegangen, dass es bis zum Jahr 2133 dauern könnte, die Schere zu schließen, gehen die Experten jetzt von einem Zeitraum von 170 Jahren aus.
Das WEF untersucht einmal jährlich, wie es um die Chancen von Frauen im Vergleich zu Männern bestellt ist - zugrunde gelegt werden vier Kategorien: Gesundheit und Lebenserwartung, Bildung, Teilhabe an politischen Ämtern sowie Einkommen und Vertretung im Management. Die Kluft wird vom WEF mit 59 Prozent beziffert, so schlecht wie seit 2008 nicht mehr. Den Rückschritt erklären die Experten unter anderem damit, dass Frauen weltweit weiterhin zum Teil deutlich weniger verdienen als Männer. „Die Zahl von Frauen in Führungspositionen bleibt ebenfalls hartnäckig gering.“

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Island ist Spitzenreiter bei der Gleichstellung

Geht es um die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern, können offenbar alle Nationen von Island lernen. Im Gesamtranking, das alle vier Kategorien zusammenfasst, landen die Isländer wie schon in den Vorjahren dem ersten Rang. Laut WEF-Studie ist die Lücke zwischen Männern und Frauen zu 87 Prozent geschlossen.

Gender-Gap-Report 2016 Gesamtranking

  • Rang 1

    Island

    Gesamtscore: 0,874

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 9, Score: 0,806

    Bildungsweg: Rang 1, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 104, Score 0,970

    Politische Teilhabe: Rang 1, Score: 0,719

  • Rang 2

    Finnland

    Gesamtscore: 0,845

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 16, Score: 0,794

    Bildungsweg: Rang 1, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 1, Score 0,980

    Politische Teilhabe: Rang 2, Score: 0,607

  • Rang 3

    Norwegen

    Gesamtscore: 0,842

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 7, Score: 0,818

    Bildungsweg: Rang 28, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 68, Score 0,974

    Politische Teilhabe: Rang 3, Score: 0,576

  • Rang 4

    Schweden

    Gesamtscore: 0,815

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 11, Score: 0,802

    Bildungsweg: Rang 36, Score: 0,999

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 69, Score 0,974

    Politische Teilhabe: Rang 6, Score: 0,486

  • Rang 5

    Ruanda

    Gesamtscore: 0,800

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 8, Score: 0,817

    Bildungsweg: Rang 110, Score: 0,958

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 89, Score 0,972

    Politische Teilhabe: Rang 8, Score: 0,452

  • Rang 6

    Irland

    Gesamtscore: 0,797

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 49, Score: 0,709

    Bildungsweg: Rang 1, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 54, Score 0,979

    Politische Teilhabe: Rang 5, Score: 0,502

  • Rang 7

    Philippinen

    Gesamtscore: 0,786

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 21, Score: 0,780

    Bildungsweg: Rang 1, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 1, Score 0,980

    Politische Teilhabe: Rang 17, Score: 0,386

  • Rang 8

    Slowenien

    Gesamtscore: 0,786

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 19, Score: 0,784

    Bildungsweg: Rang 25, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 76, Score 0,973

    Politische Teilhabe: Rang 18, Score: 0,385

  • Rang 9

    Neuseeland

    Gesamtscore: 0,781

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 24, Score: 0,765

    Bildungsweg: Rang 40, Score: 0,999

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 104, Score 0,970

    Politische Teilhabe: Rang 16, Score: 0,390

  • Rang 10

    Nicaragua

    Gesamtscore: 0,780

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 92, Score: 0,632

    Bildungsweg: Rang 1, Score: 1,000

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 1, Score 0,980

    Politische Teilhabe: Rang 4, Score: 0,506

  • Rang 11

    Schweiz

    Gesamtscore: 0,776

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 30, Score: 0,745

    Bildungsweg: Rang 61, Score: 0,993

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 72, Score 0,974

    Politische Teilhabe: Rang 15, Score: 0,391

  • Rang 12

    Burundi

    Gesamtscore: 0,768

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 1, Score: 0,865

    Bildungsweg: Rang 124, Score: 0,917

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 66, Score 0,974

    Politische Teilhabe: Rang 28, Score: 0,314

  • Rang 13

    Deutschland

    Gesamtscore: 0,766

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 57, Score: 0,691

    Bildungsweg: Rang 100, Score: 0,966

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 54, Score 0,979

    Politische Teilhabe: Rang 10, Score: 0,428

  • Rang 14

    Namibia

    Gesamtscore: 0,765

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 20, Score: 0,781

    Bildungsweg: Rang 35, Score: 0,999

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 1, Score 0,980

    Politische Teilhabe: Rang 31, Score: 0,299

  • Rang 15

    Südafrika

    Gesamtscore: 0,764

    Einzelwertungen:

    Wirtschaftliche Chancen: Rang 63, Score: 0,677

    Bildungsweg: Rang 55, Score: 0,995

    Gesundheit und Überlebenschancen: Rang 1, Score 0,980

    Politische Teilhabe: Rang 13, Score: 0,404

Beim Blick auf die einzelnen Kategorien gibt es allerdings Unterschiede. Während die Isländer in den Punkten Bildung und politische Teilhabe weltweit am weitesten sind, kommen sie bei den wirtschaftlichen Chancen auf Rang 9, im Bereich Gesundheit nur auf Rang 104.

Ohnehin schneiden die Nordstaaten im Gesamtranking gut ab. Die Plätze hinter Island sind mit Finnland, Norwegen und Schweden belegt.

Deutschland landet im Gesamtranking auf Rang 13, hinter Slowenien, Nicaragua, Burundi und der Schweiz. Erneut sind die Unterschiede in den einzelnen Kategorien groß. Während die Bundesrepublik bei der politischen Beteiligung auf Rang 10 landet, belegt sie bei der Bildung bloß Rang 100, bei der Gesundheit Platz 54. Bei den wirtschaftlichen Chancen reicht es gerade einmal für Platz 57.

Die wichtigsten Tipps für Gehaltsverhandlungen

  • Der richtige Zeitpunkt

    Überraschen Sie Ihren Vorgesetzten nicht mit einer Gehaltsforderung. Vereinbaren Sie ein Gespräch und machen Sie deutlich, dass Sie über eine Gehaltserhöhung sprechen möchten. Der beste Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung bietet sich vor allem dann an, wenn Sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, einen Neukunden gewonnen haben oder die Personalbudgets erhöht wurden.

  • Vorbereitung

    Sammeln Sie im Vorfeld schlagkräftige Argumente für die Gehaltsverhandlung. Welche Erfolge haben Sie seit Ihrer letzten Gehaltserhöhung erzielt? Hat sich Ihr Aufgabenbereich verändert? Haben Sie Teamverantwortung oder Aufgaben, die nicht direkt zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören, übernommen? Ihre Argumente müssen Ihre Forderung stützen, wenn Sie wollen, dass sie erfüllt wird.

  • Vergütung

    Informieren Sie sich über marktübliche Gehälter von Fachkräften mit ähnlicher Qualifikation und Berufserfahrung. Die Robert Half Gehaltsübersicht bietet beispielsweise die Gehaltsspannen für über 100 Berufe im Finanz- und Rechnungswesen, IT- und kaufmännischen Bereich.

  • Alternativen zur Gehaltserhöhung

    Ist aktuell keine monetäre Gehaltserhöhung möglich, sollten Sie nach Zusatzleistungen oder anderen Verbesserungen, wie Zuschüsse zur Weiterbildung, mehr Urlaub oder flexible Arbeitszeiten, fragen. Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber, dass Sie eine Lösung finden möchten, die für beide Seiten akzeptabel ist.

  • Haltung bewahren

    Wichtig ist, bleiben Sie während des gesamten Gesprächs freundlich und professionell. Dies gilt insbesondere dann, wenn aus bestimmten Gründen derzeit keine Gehaltserhöhungen möglich ist. Fragen Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist, das Thema erneut anzusprechen. Und in der Zwischenzeit sollten Sie weiter daran arbeiten, Ihre Performance zu verbessern und Ideen einzubringen, die das Unternehmen voranbringen.

Die Gleichstellung der Geschlechter in der deutschen Arbeitswelt ist schon lange ein Thema. Um die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen, hat die Bundesregierung zuletzt ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit auf den Weg gebracht. Kritiker befürchten jedoch, dass ein solches Gesetz am Kern des Problems wenig ändern wird. So beklagen Experten, dass Frauen in Führungsetagen noch immer unterrepräsentiert sind. Auch die individuelle Förderung käme zu kurz.

Dennoch liegt Deutschland im Gesamt-WEF-Ranking unter den großen Volkswirtschaften der Welt ganz vorn. Ähnlich wie in anderem hochentwickelten Ländern sei Deutschland dabei, die Kluft beim Einkommen voll zu schließen, so die Studienautoren. Die größte Volkswirtschaft, die USA, rangieren abgeschlagen auf Platz 45 unter insgesamt 144 Ländern.

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