Bewerbung: Die häufigsten Fehler im Lebenslauf

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Bewerbung: Die häufigsten Fehler im Lebenslauf

Keine Adresse, kein Name, falsche oder unnötige Angaben: Fehler im Lebenslauf sind bei Bewerbungen die Regel, nicht die Ausnahme. Die gängigsten Fehler im CV und welche Informationen Sie sich schenken können.

Der Lebenslauf ist das Erste, das ein Personaler von einem Bewerber sieht. Stimmt der erste Eindruck nicht, wird es nichts mehr mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch. Entsprechend wichtig ist es, dass der Lebenslauf überzeugt. Wie das geht, beschäftigt Karrierecoaches, HR-Experten und Bewerber vermutlich, seitdem es schriftliche Lebensläufe gibt.

Und obwohl die Mehrheit hoffentlich schon in der Schule, von Eltern und Freunden oder bei berufsvorbereitenden Kurse des Arbeitsamtes erfahren hat, wie wichtig ein guter Lebenslauf ist, macht die Hälfte der Bewerber alles falsch, was falsch zu machen ist.

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Das legt eine aktuelle Stichprobe der Jobsuchmaschine Adzuna nahe. Bewerber können dort seit ein paar Wochen ihren Lebenslauf hochladen und ihr Gehalt ermitteln lassen. Ein Algorithmus spuckt anhand von Berufserfahrung, Region, Alter und Geschlecht die erwartbare Gehaltsspanne aus. Und bei den bereits hochgeladenen Curriculum Vitae (CV) fiel vor allem eines auf: Sie wimmelten von Fehlern.

Fünf Tipps für den Lebenslauf

  • Rechtschreibung

    Korrekte Sprache ist Pflicht: Eine Studie von 2009 hatte ergeben, dass deutsche CFOs im Durchschnitt bei 1,8 Tippfehlern einen Lebenslauf aussortieren.

  • Mehrsprachigkeit

    Bereiten Sie bei internationalen Stellen Ihre Dokumente immer auf Deutsch und Englisch vor. Lassen Sie sie von einem Muttersprachler gegenlesen.

  • Umfang

    In der Kürze liegt die Würze: Präsentieren Sie Ihren Lebenslauf auf zwei, höchstens drei Seiten.

  • Lücken

    Lücken im Lebenslauf fallen auf. Gehen Sie offensiv mit den Lücken um und punkten Sie durch nachvollziehbare Argumente.

  • Äußeres

    Eine ansprechende Aufbereitung fällt positiv auf. Dennoch sollten sie auf die Inhalte mehr achten.

  • 15.April 2015_Kopie.pdf: In 68 Prozent der Fälle gebe das hochgeladene Dokument keinen Rückschluss darauf, was sich dahinter verbirgt. Es fehlen der Begriff "Lebenslauf" (oder ein Synonym) und der Name des Bewerbers - außerdem stecken oft noch Füllwörter wie "bearbeitet", "Kopie" oder "aktuell" im Dateinamen.
  • Bester Maschinenbauer der Welt: Auch wenn der Personaler das mysteriöse Dokument öffnet, verrät nur bei 49 Prozent die Überschrift, dass es sich um den Lebenslauf eines Bewerbers handelt.
  • Ende des Studium: 1998, erster Job 2009: 47 Prozent aller Lebensläufe haben Lücken im beruflichen Werdegang von über sechs Monaten, die nicht erklärt werden.
  • Alter: In 30 Prozent der hochgeladenen CVs fehlt das Geburtsdatum. Seit Einführung des Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz müssen Bewerber ihr Alter zwar theoretisch nicht mehr verraten, Bewerbungen ohne diese Angabe werden jedohc in der Regel aussortiert
  • Ich freue mich auf Ihre Antwort: In 23 Prozent der Dokumente fehlt eine Telefonnummer, bei 21 Prozent ist keine Adresse angegeben.
  • Süße_Maus@yahoo.de: Laut Stichprobe enthalten 23 Prozent der Lebenslaufdokumente eine wenig arbeitgeberfreundliche E-Mail-Adresse, in 15 Prozent der Fälle fehlt die E-Mail-Adresse ganz.

Diese Informationen haben im Lebenslauf nichts verloren

  • Familie

    Ihr Familienstand geht den Arbeitgeber nichts an, die Information, ob sie verheiratet, ledig oder geschieden sind und wie viele Kinder Sie haben, hat im Lebenslauf genauso wenig etwas zu suchen, wie der Beruf Ihrer Eltern oder Namen und Anzahl Ihrer Geschwister. Fragt man Personaler, stehen solche Angaben jedoch noch recht häufig in den Bewerbungsunterlagen. Dies nimmt nur Platz weg für die wirklich wichtigen Informationen.

  • Religion

    Genauso wenig hat Ihre Konfession etwas im Lebenslauf verloren. Es sei denn, Sie bewerben sich bei einer Kirche oder einer kirchlichen Organisation.

  • Kindergarten und Schulzeit

    Grundsätzlich sind nur die vergangenen zehn Jahre des Berufslebens interessant. Sie müssen im Lebenslauf weder ihren Kindergarten, noch alle besuchten Schulen aufführen.

  • Noten

    Außerdem gehören weder die Abiturnote noch die Abschlussnote vom Studium in den Lebenslauf.

  • Minijobs und Praktika

    Auch Berufseinsteiger müssen nicht jedes Schulpraktikum und jeden Nebenjob angeben. Es sei denn, er hat etwas mit der Stelle zu tun, auf die Sie sich bewerben. Dass man mit 14 Zeitung ausgetragen hat, bringt einen in der Regel jedoch nicht weiter.

  • Referenzen

    Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern oder Kunden gehören in die persönliche Lob-Mappe oder das Profil bei einem Karriereportal. Im Lebenslauf hat das Lob allerdings nicht zu suchen.

  • Besondere Kenntnisse

    Sie können einen Text in Word schreiben oder etwas in Excel berechnen? Toll. Schreiben Sie das aber bitte nicht in den Lebenslauf, Computergrundkenntnisse werden ebenso vorausgesetzt wie sich selbstständig anziehen zu können. Eine wichtige Information wäre dagegen, welche Programmiersprachen Sie beherrschen und in welcher Sie am sichersten sind.

  • Hobbys

    Sie können Hobbys in ihrem Lebenslauf erwähnen, wenn sie etwas mit der angestrebten Position zu tun haben: Wenn Sie sich also um eine Stelle als Tierpfleger bewerben, sollten Sie unbedingt in den Lebenslauf schreiben, dass Reiten und Schlittenhunderennen zu Ihren Hobbys gehören. Wenn Sie dagegen am liebsten lesen oder telefonieren, vielleicht noch Spazieren gehen, behalten Sie es für sich. Das sagt leider nichts über Ihre Talente oder sozialen Fähigkeiten aus. Gerade passive Hobbies wie Fernsehen oder Kino werfen kein gutes Licht auf den Kandidaten.

Das meiste davon dürften Flüchtigkeitsfehler sein. Aber genau das wirft ein schlechtes Licht auf den Bewerber. Wer schon beim Schreiben des Lebenslaufs nicht konzentriert ist und wichtige Informationen vergisst, wie soll der im Unternehmen komplexe Aufgaben erledigen?

Bei den Lücken im CV sind manche Bewerber schlicht unsicher: Darf man schreiben, dass man arbeitslos war oder sortiert die Personalabteilung solche Kandidaten gleich aus? Dabei gilt: Lücken sind okay, solange man sie begründen kann - was man allerdings auch tun muss.

Für eine zweiwöchige Pause zwischen dem einen Job und dem anderen verlangt dagegen niemand eine Erklärung. Auch wer einen Job nach drei Monaten wieder hinschmeißt, weil das Unternehmen dicht gemacht hat, sollte das genau so kommunizieren. Verschweigen und hoffen, dass es nicht auffällt, ist dagegen die schlechtere Lösung.

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