Bergbaukonzerne: Rohstoffriesen fürs Depot

Bergbaukonzerne: Rohstoffriesen fürs Depot

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Kleine Mengen sind nicht das Geschäft der Rohstoffkonzerne: Sie betreiben riesige Minen, eigene Bahnstrecken und große Verlade-Häfen

von Andreas Toller

Rohstoffe sind der Treibstoff der globalen Wirtschaft, die Industrie ist abhängig von nur wenigen Konzernen, die das Sagen haben. Was sie stark macht, warum sie auch für Anleger interessant sind.

Als sich Ende Januar beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erstmals die neu gegründete Allianz zur Rohstoffsicherung traf, sprach Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler von einem „wichtigen Meilenstein“ für die deutsche Wirtschaft. Schließlich ginge es ja um den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Industrie. „Der Fokus des Unternehmens wird auf Rohstoffen liegen, bei denen ausgeprägte Versorgungsrisiken für die deutsche Industrie bestehen“, erläuterte BDI-Vizepräsident Ulrich Grillo. Die Rohstoffallianz, zu der auch Konzerne wie BASF, Bayer, BMW, Evonik, Georgsmarienhütte, Bosch und ThyssenKrupp gehören, hat das erklärte Ziel, bei der Rohstoffbeschaffung neue Wege zu beschreiten und Alternativen zur den bisherigen Lieferströmen zu suchen.

Die Versorgungssicherheit für die rohstofflastigen Konzerne ist das große Thema für die deutsche Industrie. Und Angela Merkel hilft mit: Auf ihrer Reise in die Mongolei wurden neue Lieferverträge für Rohstoffe vereinbart, gerade erst unterzeichnete Deutschland anlässlich eines Auslandsbesuchs des kasachischen Staatspräsidenten Nasarbajew in Berlin eine neue Rohstoffpartnerschaft. Die deutsche Industrie soll die Chance erhalten, Vorkommen von Seltenen Erden in dem Land zu erforschen und vielleicht sogar zu fördern und im Gegenzug bei der Industrialisierung des Landes helfen. Kasachstan ist außerdem reich an Öl, Gas, Gold und Uran.

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Begehrte Rohstoffe

Wenn von Versorgungssicherheit bei Rohstoffen die Rede ist, geht es im Kern um die Angst vor Knappheit und somit immer höheren Rohstoffpreisen. Den Unternehmen drohen somit steigende Kosten – und diesmal sind es nicht vor allem Spekulanten, die durch ihre massiven Käufe die Preise bei Stahl, Kohle oder Kupfer in die Höhe treiben. Es sind die großen Rohstoffförderer selbst. An ihnen kommt Denn auch deren Kosten steigen, weil die Personalkosten immer höher klettern und die Erschließung neuer Rohstoffvorkommen immer aufwändiger und kostspieliger wird. Die Großen der Branche werden so immer größer, weil sie am ehesten in der Lage sind, diesen hohen technischen und finanziellen Aufwand zu bewältigen.

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