Der Dax ist der Gefahrenzone entkommen, in den nächsten Monaten sind Notierungen um 13.000 Punkte möglich.

kolumneRiedls Dax-Radar: Kaufsignale, Korrektur und Kursanstieg

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Nach deutliche Korrekturen drehen viele Börsenkurse wieder nach oben.

Kolumne von Anton Riedl

Weder der starke Euro noch noch politische Krisen können die Aktien derzeit bremsen. Der Dax ist der Gefahrenzone entkommen, in den nächsten Monaten sind Notierungen um 13.000 Punkte möglich.

Vor allem die lange Zeit gedrückten Autoaktien haben den Dax in den vergangenen Tagen beflügelt und aus der Gefahrenzone um 12.000 Punkte befreit. Dieser Anstieg war ein wichtiges Signal: Trotz politischer Spannungen um Nordkorea, Angst vor steigenden Zinsen und einer enttäuschenden Entwicklung in den USA sind die meisten Börsen auf Rekordkurs.

Dow Jones und S&P haben die Schwankungszone der vergangenen Monate verlassen und ziehen mit starken Kaufsignalen nach oben. Bei 22.200 im Dow, knapp über dem Hoch vom August, könnte es eine Pause geben. Die Dynamik der meisten US-Aktien aber zeigt nach oben.

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In die Defensive sind die Technologiewerte geraten. Hier belasten Überlegungen zur Gewinnbesteuerung genauso wie die zuletzt schwache Entwicklung bei Apple. Dennoch, auch die Kurse an der Nasdaq-Börse verlaufen in einem stabilen Trend. Im Nasdaq-100-Index wird der Knoten aufgehen, wenn er die Grenze bei 6000 Punkten überschreitet.

Zugute kommt den US-Aktien der rückläufige Dollar. Im Grunde entwickeln sich die Währungen seit einigen Monaten so, wie es Donald Trump eigentlich wollte – obwohl er mit seiner Politik meilenweit von seinen Versprechungen entfernt ist. Die schwächere Entwicklung der US-Wirtschaft auf der einen und die Erholung Europas auf der anderen Seite dürften den Euro auf absehbare Zeit nach oben drücken. Mehr als eine kurze Konsolidierungsphase im Bereich um 1,20 Dollar ist wenig wahrscheinlich.

Keine Angst vor steigenden Zinsen

Die Angst vor höheren Zinsen ist an den Börsen derzeit in den Hintergrund gerückt. Dabei haben gerade in den vergangenen Tagen die Renditen wieder etwas angezogen: In den USA ging es bei den zehnjährigen Anleihen auf 2,2 Prozent hoch, bei den Bunds auf 0,4 Prozent. Bisher sind das nur technische Reaktionen auf den Renditerückgang von Juli und August. An den mittelfristigen Aussichten hat sich nichts geändert: In den USA dürften die Renditen in den nächsten Wochen zwischen 2,0 und 2,3 Prozent schwanken; bei den Bundes liegt der Zielkorridor zwischen 0,2 und 0,5 Prozent.

Riedls Dax-Radar Chancen auf eine Herbst-Rally an den Börsen

Niedrige Zinsen, moderate Gewinnsteigerungen der Unternehmen und verbreitete Crash-Ängste können den Dax wieder bis zum alten Hoch steigen lassen. Derzeit ziehen vor allem Autoaktien den Dax in die Höhe.

Autowerte lassen DAX anziehen. Quelle: Presse

Die Ruhe an den Anleihe- und Aktienmärkten ist bemerkenswert wenn man daran denkt, dass in beiden Notenbanken heftig über die Frage höherer Zinsen, rückläufiger Anleihekäufe  und verringerter Bilanzsummen diskutiert wird; alles Maßnahmen, die letztlich zu einer Liquiditätsverknappung führen würden.

Dafür gibt es zwei Erklärungen: Entweder die Märkte haben Unrecht und unterschätzen die Gefahr anstehender Restriktionen; oder die Märkte haben Recht und es besteht weder die Gefahr einer Geldverknappung noch die einer echten Zinswende.

Investmentgipfel "Ich lasse die Finger von Autos"

Fünf Topanlagestrategen sagen, wer in diesem Jahr die Kurse treibt, welche Aktien Anleger kaufen können und was sie von den Notenbanken erwarten.

Fünf Topanlagestrategen Quelle: Christof Mattes für WirtschaftsWoche

Bisher deuten mehr Hinweise auf das zweite Szenario. Gerade weil die US-Wirtschaft nicht so dynamisch läuft wie vielfach gedacht (das zeigt sich vor allem auf dem sensiblen Automarkt), sind Straffungsmaßnahmen der Fed wenig wahrscheinlich. Und sollte es doch noch zu einem kleinen Dreh an der Zinsschraube kommen, dürfte der eher kosmetisch ausfallen als radikal. Ohnehin ist es wenig wahrscheinlich, dass jetzt in der Diskussion um die Neubesetzung der Fed-Führung noch dramatische Entscheidungen gefällt werden.

So gesehen besteht sogar in Europa größerer Druck auf die Notenbanken. Zum einen zeigen sich in Krisenregionen wie Griechenland Fortschritte, zum anderen mehren sich Inflationssignale. An den Märkten schürt das die Euro-Erholung. Genau die aber trägt dazu bei, dass Draghi nicht den Schalter umlegt, weil er Angst hat, den Euro damit noch höher zu treiben.

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