Fotografie: Fotos für den Tresor

Fotografie: Fotos für den Tresor

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Wertvoller Klassiker: Selbstbildnis des US-Künstlers Man Ray (1933), versteigert für knapp 400.000 Dollar

von Manfred Engeser

Ob als Ergänzung fürs Depot oder als Bereicherung fürs Auge: Wer auf ein paar Regeln achtet, kann mit Klassikern der Fotografiegeschichte interessante Renditen erzielen

Die Erwartung des Hauses war moderat: Bis 120.000 Dollar sollte die Fotografie von Man Ray aus dem Jahr 1933 in der jüngsten Versteigerung des Auktionshauses Phillips de Pury Anfang Oktober bringen – kein übertriebene Spanne für das surrealistische Selbstporträt des 1976 verstorbenen Amerikaners, der seit Jahrzehnten zu den Superstars des Kunstbetriebs zählt. Mit 29 mal 23 Zentimetern auch nicht besonders groß, dafür in bestem Zustand.

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120, 150, 200.000 Dollar: In schnellen Schritten jagten Händler, Museen und potente Privatsammler den Preis nach oben. Am Ende des hitzigen Bietgefechts fiel der Hammer bei knapp unter 400.000 Dollar, weit mehr als dem Dreifachen des oberen Schätzwerts. Damit gehört das Bild, von dem ein weiterer Abzug im San Francisco Museum of Modern Art hängt, zu den teuersten Werken Man Rays.

Steigendes Interesse an Fotografien als Geldanlage 

„Die Auktion war sehr lebhaft“, sagt Shlomi Rabi, Fotografie-Experte von Phillips de Pury in New York. „Die Zahl der Interessenten nimmt zu, die Nachfrage nach exzellenten Fotografien steigt.“

Und damit steigen auch die Preise. In Zeiten von Euro-Krise und Inflationsangst suchen Anleger Schutz in alternativen Investments. Also auch in der Kunst, und hier zuletzt vor allem in der Fotografie. Im Vergleich zur Malerei zwar noch immer ein Nischenmarkt, legte das Interesse an Fotografie deutlich zu: Auf ein Plus zwischen 30 und 50 Prozent pro Jahr seit 2005 schätzen Experten den Erlös von Fotografien. Selbst der deutliche Einbruch, ausgelöst durch die Finanzkrise, scheint längst vergessen – inzwischen stehen die Zeichen wieder auf Wachstum: Phillips de Pury etwa konnte seinen Erlös mit Fotografien zwischen Mai 2010 und Mai 2011 von 3,5 auf 5,8 Millionen Dollar steigern.

Der Auktionspreis liegt oft weit über dem Schätzwert

„Die Fotografie bewegt sich zusehends auf Augenhöhe mit der Malerei“, sagt auch Simone Klein, Fotografie-Expertin beim Auktionshaus Sotheby’s, das in seiner jüngsten Foto-Auktion mehr als 4,75 Millionen Dollar umsetzte. Unter den Hammer kam mit „The First Round“ auch ein Meisterwerk des innovativen Fotografen Pierre Dubreuil aus dem Jahr 1932, das für 314.000 Dollar einen anonymen Liebhaber fand – doppelt so viel wie von Sotheby’s avisiert. So viel wurde bei einer Auktion noch nie für ein Werk des Franzosen geboten.

Für die November-Auktion, die parallel zur wichtigsten europäischen Photomesse Paris Photo stattfindet, wird Sotheby’s mit einer Pariser Stadtansicht des französischen Foto-Pioniers Vincent Chevalier auftrumpfen, die um 1840 entstanden ist. Das seltene Stück wird auf 60.000 bis 80.000 Euro geschätzt.

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