Gute Vorsätze: Wie werde ich ein besserer Anleger?

Gute Vorsätze: Wie werde ich ein besserer Anleger?

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Zum Jahreswechsel nehmen sich viele Anleger vor, noch besser zu werden - damit das Sparschwein besser gefüllt ist.

von Saskia Littmann

Viele Anleger nehmen sich vor, im kommenden Jahr noch besser zu werden. Vor allem weniger Fehlkäufe sollen es sein. Wie Sie den Weg zu einer längerfristig orientierten Anlagestrategie schaffen.

Bäumchen wechsel‘ Dich. Was beim Kindergeburtstag gut ankommt, ist bei der Geldanlage meistens fehl am Platz. Denn ein hektisches Hin- und Herwechseln von einer Anlagestrategie zur anderen bringt in der Regel mehr Stress als Rendite. Wer Aktien einfach kauft, weil der Nachbar oder die Boulevardpresse davon berichtet, bereut seine Entscheidung möglicherweise schnell. Ein Zurückrudern kostet oft viel Zeit und Geld.

Insbesondere an der Börse zeigt sich, dass kurzfristiges Handeln gerade Privatanlegern in der Regel nicht viel bringt. Zu hoch sind Transaktionskosten und Zeitaufwand. Wer stattdessen einen kühlen Kopf behält und seine Geldanlage vom Ende her denkt, steht meist besser da. Wer also fürs neue Jahr den Vorsatz hat, ein geduldiger Anleger zu werden, der sollte diese simplen Regeln beachten.

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Habe ich überhaupt etwas übrig zum Anlegen?

Wer vorher überlegt, ob die eigenen Reserven ein Investment überhaupt zulassen, erspart sich möglicherweise kurzfristige Verkäufe. Anderenfalls sorgt ein kaputter Geschirrspüler dafür, dass die gerade erst erworbenen, ach so vielversprechenden VW-Aktien schneller wieder verkauft werden müssen, als Ihnen lieb ist.

10 Tipps für Börseneinsteiger

  • Volles Risiko oder lieber Nummer sicher - Typ-Analyse

    Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?

  • Gier ist nicht immer gut

    Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.

  • Nur kaufen, was man versteht

    Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.

  • Bankgebühren beachten

    Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.

  • Auf die Mischung achten

    Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.

  • Mischung bei Fonds und Zertifikaten

    Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.

  • Regelmäßige Überprüfung

    Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?

  • Qualität hinterfragen

    Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.

  • Verluste begrenzen

    Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.

  • Einen kühlen Kopf bewahren

    Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Anlageexperten raten daher zu einem Notgroschen. „So eine Notfall-Liquidität muss erst mal angespart werden“, sagt Michael Weißer, Marktbereichsleiter Privatkunden bei der Kreissparkasse Düsseldorf. Laut Faustformel sollten es rund drei Nettogehälter sein, auf die der Anleger im Ernstfall schnell zugreifen kann. Konkret richtet sich die Höhe der Rücklagen allerdings nach den eigenen Bedürfnissen. Teuer wird es beispielsweise, wenn das Auto kaputtgeht. Wer auf den Benzinschlucker verzichtet, kommt eventuell auch mit einer kleineren Reserve aus.

Wichtig ist, dass das Geld schnell verfügbar ist. Am besten dafür geeignet ist ein Tagesgeldkonto. Anleger können jederzeit auf das Ersparte zugreifen, dennoch lassen sich in vielen Fällen zumindest Mini-Zinsen einstreichen.

Neben einer eisernen Reserve sollten auch grundlegende Risiken abgesichert sein, bevor es überhaupt ans Anlegen geht. Wer zwar fleißig in Zertifikate investiert, aber Elementares wie Haftpflichtschäden nicht abgesichert hat, bekommt schnell ein Problem. Insbesondere eine Haftpflichtpolice sollte jeder haben. Kleine Fehler können sonst schnell zum finanziellen Desaster werden. Auch gegen Berufsunfähigkeit ist Schutz ratsam. Die Police springt ein, wenn Arbeitnehmer ihren Beruf nicht mehr ausüben können – auch aus psychischen Gründen. Anlageexperten wie Weißer verweisen darauf, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) einen deutlich umfassenderen Schutz bietet als beispielsweise eine private Unfallversicherung. Letztere springt nur bei einem Unfall ein, nicht bei Krankheiten wie Burnout. Je früher die BU abgeschlossen wird, desto niedriger sind in der Regel die Beiträge.

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