Negativzins: Commerzbank droht Mittelständlern mit Strafzinsen

Negativzins: Commerzbank droht Mittelständlern mit Strafzinsen

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Das Logo der Commerzbank.

Mit Gebühren auf Kontoguthaben will Deutschlands zweitgrößte Bank ihre größeren Firmenkunden dazu bringen, das Geld anders anzulegen. Strafzinsen für Privatkunden sollen tabu bleiben.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank frisst sich immer weiter in den Alltag vor. Die EZB belegt Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank mit einem Strafzins von 0,3 Prozent. Das soll verhindern, dass Banken sich zum Nulltarif Geld von der Zentralbank borgen, nur um es dann ebendort sicher anzulegen.
Die Commerzbank hat diesen Druck bereits seit 2014 an institutionelle Investoren und Großkunden weitergegeben, die Konten bei ihr halten. Nun drohen auch den mittelständischen Firmenkunden des Frankfurter Kreditinstituts Strafzinsen.

„Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, vereinbaren wir verstärkt für die überschüssige Liquidität eine individuelle Guthabengebühr“; sagte ein Commerzbank-Sprecher am Sonntag auf Anfrage. Zugleich stellte er klar: „Auf die Einlagen von Privat- und Geschäftskunden berechnen wir keine negativen Zinsen.“
Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ hat die Commerzbank in den vergangenen Monaten etwa jeden zehnten Firmenkunden angesprochen. „Unser Ziel ist es dabei nicht, diese Gebühr zu erheben, sondern in Gesprächen mit den Kunden gemeinsam alternative Anlagekonzepte zu entwickeln“, erklärte der Banksprecher.

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Falls Kunden nicht darauf eingingen, werde der Strafzins von derzeit 0,3 Prozent auf die überschüssige Liquidität aber fällig, schrieb die Zeitung. Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben 100.000 mittelständische Kunden, wozu sie Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 250 Millionen Euro zählt.
Die Commerzbank hatte Ende 2014 für Schlagzeilen gesorgt, als sie ankündigte, von großen Kunden wie Konzernen Strafzinsen für hohe geparkte Einlagen zu erheben. Das Frankfurter Geldhaus hatte den Schritt mit den negativen Einlagenzinsen der Europäischen Zentralbank begründet. Die EZB verlangte damals 0,2 Prozent Zinsen von Finanzinstituten, die Geld bei ihr bunkerten. Mittlerweile sind es 0,3 Prozent.

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