Steuerfachanwalt Brender: "Selbstanzeige nutzen, bevor es zu spät ist" - Seite 3

Steuerfachanwalt Brender: "Selbstanzeige nutzen, bevor es zu spät ist"

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Gibt es Fristen, die zu beachten sind?

Fristen gibt es für die Selbstanzeige als solche nicht. Für die Zahlung der Steuer kann aber vom Finanzamt eine angemessene Frist gesetzt werden.

Können aus einer Selbstanzeige dann auch andere Straftaten abgeleitet werden?

Im Regelfall wird dies nicht ohne weiteres möglich sein. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass auch die weiteren Einkunftsarten in den relevanten Zeiträumen geprüft werden. Um jedes Risiko einer möglichen Unwirksamkeit oder einer nur teilweisen Wirksamkeit der Selbstanzeige zu vermeiden, ist eine umfassende Nachdeklaration vorzunehmen.

Wie ist damit umzugehen, wenn Banken oder Finanzberater alternative Schlupflöcher anbieten? Sollte man diese Finanzberater anzeigen oder Behörden informieren?

Sofern der Berater seinen Sitz im Ausland hat, haben die Finanzbehörden normalerweise keine Möglichkeit, ihn in die Ermittlungen einzubeziehen. Selbst wenn der Kapitalanleger ihn in der Mitschuld sieht, hat das in der Regel keinen strafmildernden Effekt. Schließlich haben die betreffenden Kapitalanleger in Kenntnis aller Umstände selbst Steuern hinterzogen. Ich selbst halte deshalb eine solche Anzeige für verfehlt. Wer reinen Tisch machen will, sollte daher den Weg der Selbstanzeige gehen.

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5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.02.2010, 06:06 UhrAnonymer Benutzer: minimus

    prima;
    rechtstaat und fuehrung haben sehentlich bewiesen das sie unfaehig sind , das geld der steuerzahler zum wohle des volkes zu verwalten, jetzt werden,wie man leider feststellen muss, mit stasi / gestapo methoden ,auch auf ihre fahne geschriebenen werte ignoriert,vieleicht bringt diese aktion ja mehr als 400mio in die staatskasse;aber die verpufften 1,6billionen werden diese verschwender und buergerschreckgaranten nicht damit zurueckholen;aber medienspektakel ist garantiert--die glaubigen werden schon verstehen ,warum! vieleicht auch die parteienspender? diese inzenierung zeigt das der staat gesetze macht um am ende wie immer den individualisten ausschliest.es lebe die gelenkte demokratie.

  • 04.02.2010, 20:45 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    An alle, die hier in Deutschland leben, aber keine Steuern auf ihr Vermögen zahlen: Sind 25% von Euren VermögensERTRÄGEN, (d.h. von 4% Zinseinnahmen bleiben immer noch 3% netto) wirklich zu viel? Holt das Geld nach Hause, macht reinen Tisch beim Finanzamt und investiert es in unsere Wirtschaft. Dann fallen je nach Anlageform "nur" 25% Abgeltungsteuer oder ca. 30% Körperschaft- und Gewerbesteuer an. Auch, wenn Eure Kinder Privatschulen und -Unis besuchen: Was ist es Euch wert, in einem Land zu leben, das sicher ist, das verlässliche institutionen und einen Rechtsstaat hat? Und wem der Sozialstaat nicht passt, sollte sich fragen, was die Alternative ist: Die USA haben ihr soziales Elend schlicht weggesperrt - in den USA sitzen pro Einwohner 10x mehr Menschen im Gefängnis als in D. Ob DAS billiger ist, als der Sozialstaat?

  • 04.02.2010, 17:44 UhrAnonymer Benutzer: MikeB

    fundierte Darstellung, cool

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