Bürgermeister-Wahl in New York: Michael Bloomberg vor dritter Amtszeit

Bürgermeister-Wahl in New York: Michael Bloomberg vor dritter Amtszeit

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New York Mayor Michael Bloomberg talks with reporters at a conference in Los Angeles Tuesday, June 19, 2007. Later Tuesday, Bloomberg left the Republican Party and switched to unaffiliated, a move certain to be seen as a prelude to an independent presidential bid that would upend the 2008 race. The billionaire former CEO, who was a lifelong Democrat before he switched to the Republican Party in 2001 for his first mayoral run, said the change in his voter registration does not mean he is running for president. (AP Photo/Reed Saxon)

Bürgermeister-Wahl in New York. Amtsinhaber Bloomberg lag in Umfragen deutlich vorn. Um ein drittes Mal kandidieren zu können, hatte er das Gesetz geändert. So bleibt ein fader Beigeschmack trotz seiner politischen Errungenschaften.

Alles sieht danach aus, dass Michael Bloomberg heute zum dritten Mal als Bürgermeister von New York gewählt wird. Nach den letzten Wahlumfragen liegt der parteilose „Selfmade-Poltiker“, mit 53 zu 38 Prozent deutlich vor seinem demokratischen Herausforderer William Thompson – und das in der Demokraten-Hochburg New York.

Der bedächtige und ruhige Thompson (56), langjähriger Rechnungsprüfer der Stadt, hat es gegen den eloquenten Finanzmogul Bloomberg, der aufgrund seines Milliarden-Vermögens für den symbolischen Lohn von einem Dollar arbeitet, nicht geschafft, sein Pfund als Sohn einer karibischen Einwandererfamilie auszuspielen und sich als „Mann der kleinen Leute“ zu profilieren.

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Auf Bloombergs Druck wurde Wahlgesetz geändert

Dabei hat Bloomberg trotz seiner Popularität mit einem erheblichen Makel zu kämpfen: Nachdem er im vergangenen Jahr auf eine Kandidatur für das US-Präsidentenamt verzichtet hatte, meldete er überraschend seinen Anspruch auf eine dritte Runde an der Stadtspitze an und warf damit kurzerhand das Gesetz über den Haufen. „Ein Versuch, die Demokratie auszuhebeln“, schäumte Thompson damals. Und die Bürgerrechtsorganisation Public Interest Research Group sprach gar von einer „Bananenrepublik“.

Denn die Stadtgesetze verbieten eine dritte Amtszeit. Die Bürger hatten die Beschränkung erst 1993 mit einem Volksentscheid eingeführt und 1996 nochmals bekräftigt. Milliardär Bloomberg argumentierte, angesichts der Wirtschaftskrise seien Erfahrung und Kontinuität gefragt: „Mein ganzes Leben hat mich auf diese Herausforderung vorbereitet.“ Nach hitzigen Debatten gab der Stadtrat mit 29 zu 22 Stimmen denkbar knapp grünes Licht.

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