Hillary Clinton: FBI will weitere E-Mails prüfen

USA: FBI will weitere E-Mails von Hillary Clinton prüfen

, aktualisiert 28. Oktober 2016, 19:50 Uhr
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Hillary Clinton

Das FBI hat weitere Nachforschungen zur E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angekündigt.

Weniger als zwei Wochen vor der Präsidentenwahl wird die US-Demokratin Hillary Clinton erneut von ihrer E-Mail-Affäre eingeholt. FBI-Chef James Comey kündigte am Freitag an, die Ermittlungen wiederaufzunehmen. Im Zusammenhang mit der Nutzung eines privaten Servers seien weitere E-Mails aufgetaucht. Demnach ist aber noch unklar, welche Tragweite diese haben. Auch könne er noch nicht absehen, wann die Ermittlungen abgeschlossen würden, schrieb Comey in einem Brief. Das FBI hatte seine Ermittlungen im Juli abgeschlossen und empfohlen, keine Anklage gegen Clinton zu erheben.

Clintons Rivale Donald Trump, der wenige Tage vor der Wahl in den meisten Umfragen zurückliegt, ging zuvor bereits mit scharfen Attacken in die Offensive: Als neue Munition nutzte der Republikaner neu enthüllte E-Mails der Kampagne seiner Kontrahentin. In den Mails schreibt Doug Band, ein langjähriger Vertrauter Bill Clinton, von Verflechtungen zwischen der Stiftung des ehemaligen Präsidenten und privaten Geschäftsaktivitäten der Familie.

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Die Notiz verfasste Band zur Verteidigung seiner Firma Teneo im Jahr 2011. Darin heißt es, er habe Kunden zu Spenden an die Stiftung und zur Vergabe von Beratungsaufträgen und Redegagen an Bill Clinton ermuntert. Zu seinen Aufgaben hätten auch „Sachleistungen für den Präsidenten und seine Familie gehört - für persönliche Reisen, Bewirtung, Urlaub und Ähnliches.“

Die Mails stammen aus Tausenden Nachrichten, die aus dem privaten Account von Hillary Clintons Wahlkampfchef John Podesta gestohlen wurden und von der Enthüllungsplattform Wikileaks am Donnerstag publik gemacht wurden.

„Herr Band bezeichnete das Arrangement als 'unorthodox'. Der Rest von uns nennt dies völlig korrupt“, erklärte Trump auf einer Kundgebung in Springfield in Ohio. „Wenn die Clinton willens waren, so mit ihrem Unternehmen Schindluder zu treiben, als sie nicht im Weißen Haus waren, stellt euch nur vor, was sie im Oval Office tun würden.“

Bei ihrem Wahlkampfauftritt mit der First Lady ging Clinton nicht auf die Enthüllungen ein.

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