USA: Das sind Trumps mächtigste Gegner

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USA: Das sind Trumps mächtigste Gegner

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von Tim Rahmann und Gregor Peter Schmitz

Haben Amerikas Geheimdienste dem Präsidenten den Krieg erklärt? Trump will ihre Macht nun mit der Hilfe eines geheimnisvollen Milliardärs brechen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist ein Treffen ernster Männer und (weniger) Frauen, die über ernste Themen sprechen, die Sicherheit dieser Welt etwa. Doch in einem verwinkelten Gang des Tagungshotels in München stand am vergangenen Samstag ein laut gestikulierendes Grüppchen beisammen, man diskutierte nicht Syrien, Russland oder den Sudan, es ging um eine TV-Serie. Genauer: um „Homeland“, jene legendäre US-Serie über eine bipolare CIA-Agentin, gespielt von Claire Danes. Die sechste Staffel läuft, darin berät Danes eine US-Präsidentin, die Ärger mit ihrem CIA-Chef hat. Also versuchen Danes und die Präsidentin diesen loszuwerden, durch gezielte Leaks.

„Schreibt Trump jetzt auch noch Drehbücher?“, rief jemand aus der Runde vergnügt. In der Tat stellt sich in diesen Tagen (mal wieder) die Frage, wie sehr sich Fiktion und Realität noch vermischen wollen. Wenige Tage vor der Münchner Konferenz hatte schließlich US-Präsident Donald Trump seinen sehr realen Krieg mit den Geheimdiensten ausgerufen und ihnen vorgehalten, „unamerikanisch“ zu handeln – weil sie die Information an die Medien durchgestochen hätten, dass Michael Flynn, Trumps Sicherheitsberater, vor Amtsantritt mit russischen Regierungsleuten sprach. Das ist nicht nur verboten, sondern auch brisant. Schließlich steht Russland im Verdacht, die US-Wahlen durch Hacks manipuliert zu haben.

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Flynn musste längst gehen, Trump hat einen Nachfolger ernannt, aber der Skandal bleibt. Und der Furor von Trump unterstreicht, wie ernst dieser Kampf des Präsidenten gegen seinen Sicherheitsapparat ist. Hat er sich mit Gegnern angelegt, die er nicht mehr mit einem Tweet aushebeln kann?

Donald Trump im Portrait

  • Beruf

    Unternehmer, Entertainer, Schauspieler, Buchautor

  • Geburtstag

    14. Juni 1946

  • Sternzeichen

    Zwilling

  • Geboren in

    New York City

  • Größe

    1,87 Meter

  • Familienstand und Kinder

    Verheiratet in dritter Ehe mit Melania Trump und insgesamt fünf Kinder.

  • Motto

    „Make America Great Again“

Amerikas Präsident gegen Amerikas Sicherheitsbehörden, das ist ein ewiger Kampf. Schon Dwight D. Eisenhower stöhnte über den „militärisch-industriellen“ Komplex, der die USA im Griff halte. FBI-Chef J. Edgar Hoover erpresste gleich mehrere Präsidenten mit brisanten Informationen, der CIA wird verdächtigt, bei der Ermordung von John F. Kennedy seine Finger im Spiel gehabt zu haben. Das FBI leitete die Ermittlungen zum Einbruch im Watergate-Hotel, der schließlich Richard Nixon aus dem Amt kegelte.

Wiederholt sich Geschichte nun, erleben wir „Watergate 2.0“, wie das Trump in herzlicher Abneigung verbundene Hochglanzmagazin „Vanity Fair“ mutmaßt? Ein Präsident, der (auch) an den Schlapphüten aus dem eigenen Land scheitert? Oder ist Trump denen einfach noch hilfloser ausgeliefert als jeder seiner Vorgänger?

Denn FBI, CIA, NSA und rund ein Dutzend weiterer Organisationen, die das Land sicher halten sollen, haben sich dieses Land auch untertan gemacht. Die US-Sicherheitsbehörden waren schon immer mächtig, aber der „War on Terror“ nach den Anschlägen im Jahr 2001 hat sie noch viel mächtiger werden lassen. Zig Milliarden Dollar verschlingen ihre gesammelten Budgets jedes Jahr, sie wuchsen um satte Prozentzahlen seit 2001. Hunderttausende Agenten wurden vergangenes Jahrzehnt zusätzlich eingestellt, sage und schreibe 1,5 Millionen Amerikaner verfügen über eine Top Security Clearance, also Zugang zu Geheimnissen.

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