Bundestagswahl 2017

Wahl-Endspurt: Grüne attackieren Schwarz-Gelb

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Cem Özdemir, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat der Grünen zur Bundestagswahl

Die bisherigen Umfragen sind für die Grünen ernüchternd. Um am 24. September doch noch auf Platz drei zu landen, warnen sie mit scharfen Tönen vor einem Regierungsbündnis aus Union und FDP.

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl verschärfen die Grünen die Auseinandersetzung mit der FDP - und werben auch um potenzielle SPD-Wechselwähler. In einem Wahlaufruf kritisieren sie scharf die Liberalen und ein mögliches schwarz-gelbes Regierungsbündnis von Union und FDP. Die Grünen warnen vor Rückschritten in der Klima-, Umwelt- und Sozialpolitik, sollte nach der Wahl am 24. September eine schwarz-gelbe Koalition zustandekommen. Im Wahlkampf-Schlussspurt setzen die Grünen zudem auf Gerechtigkeit und damit ein Kernthema der Sozialdemokraten.

Spitzenkandidat Cem Özdemir sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die FDP ist eine Dagegen-Partei: gegen Klimaschutz, gegen mehr Mieterrechte und sozialen Wohnungsbau, gegen Solidarität in Europa. Ich sehe nicht, wie wir mit der FDP zusammenkommen sollen.“ Am 24. September gehe es um eine echte Richtungsentscheidung: Entweder Stillstand mit einer Großen Koalition, Rückschritt für Deutschland mit Schwarz-Gelb oder Fortschritt mit Grün.“

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Aus Sicht von Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt ist „bei dieser Wahl noch alles drin“. Grün mache den Unterschied bei Umwelt und Gerechtigkeit. Nur mit den Grünen komme der Ausstieg aus schmutziger Kohle und industrieller Massentierhaltung sowie der Einstieg in abgasfreie Mobilität zum Schutz von Gesundheit, Umwelt und Jobs: „Die nächste Regierung muss dafür sorgen, dass Kinder aus armen Familien nicht mehr abseits stehen, sondern dieselben Chancen bekommen wie Kindern, deren Familien es finanziell besser geht.“

Merkel in der Wahlarena Stets bemüht

In der ARD-Wahlarena präsentiert sich die Kanzlerin als Regierungschefin ohne Anspruch auf Visionen. Aber: Ihre Stärke liegt darin, dass sie eine große Schwäche hat.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lächelt im TV-Studio der "Wahlarena" in der Kulturwerft Gollan in Lübeck. Quelle: dpa

Die Grünen wollen als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen und besser abschneiden als die FDP. Nach den letzten Umfragen reicht es weder für Schwarz-Gelb noch für Schwarz-Grün. Bliebe für Liberale und Öko-Partei nur ein schwarz-gelb-grünes Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen, um eine große Koalition zu verhindern.

Bisher haben die Grünen unter den kleineren Parteien die geringsten Chancen auf Platz drei. In Umfragen kamen sie zuletzt auf Zustimmungswerte zwischen 6 und 9 Prozent. In dem Wahlaufruf, der am Sonntag auf einem Parteitag in Berlin verabschiedet werden soll, wird ein Jamaika-Bündnis nicht erwähnt. Klar ausgeschlossen, wie bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, wird es aber auch nicht.

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