Nach Terroralarm: Kein Hinweis auf geplanten Anschlag

Nach Terroralarm: Kein Hinweis auf geplanten Anschlag

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Beamte vor der Wohnung eines Verdächtigen in Eisenhüttenstadt.

Terroranschlag oder nicht? Nach der Festnahme eines verdächtigen Mannes in Eisenhüttenstadt durchsucht die Polizei dessen Wohnung - und findet statt Hinweisen auf einen Terroranschlag nur zwei Böller.

Entwarnung nach Terroralarm in Brandenburg: Ermittler haben bei der Durchsuchung der Wohnung eines 27-Jährigen in Eisenhüttenstadt nach Angaben aus Polizeikreisen keine Hinweise auf einen geplanten terroristischen Anschlag gefunden. In der Wohnung seien auch keine Anhaltspunkte für einen möglichen islamistischen Hintergrund entdeckt worden, hieß es am Mittwochnachmittag. Stattdessen habe man lediglich zwei Böller gefunden. Der Mann gelte als „psychisch nicht gefestigt“.

Der Mann war zuvor festgenommen worden. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte erklärt, der Zugriff sei wegen des Verdachts eines „geplanten terroristischen Akts“ mit einem möglichen islamistischen Hintergrund erfolgt. Dies müssten aber die laufenden Ermittlungen klären, betonte Woidke.
Zunächst war über einen möglicherweise in Eisenhüttenstadt geplanten Terroranschlag spekuliert worden. Erste Informationen, wonach der Mann einen Anschlag auf das Stadtfest geplant haben soll, wurden aber nicht bestätigt. Auch für Hinweise zu einem salafistischen Hintergrundes gab es keine Quelle.

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Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ist der Mann deutscher Staatsbürger. Mit dem Einsatz sei Hinweisen nachgegangen worden, wonach der Festgenommene Sprengmaterialien in seiner Wohnung gelagert habe. Zunächst sei bei der Durchsuchung der Wohnräume des Tatverdächtigen nur geringe Mengen von Pyrotechnik gefunden worden.

Die Polizei durchsuchte die Wohnung mit Sprengstoffhunden. Vor dem dreigeschössigen Gebäude in der Wohnsiedlung von Eisenhüttenstadt waren mehrere Polizeifahrzeuge zu sehen. Spezialkräfte in Schutzanzügen waren in dem Haus aktiv. Großräumige Absperrungen gab es aber nicht.

Das Stadtfest in Eisenhüttenstadt ist an drei Tagen vom 26. bis zum 28. August geplant. Die Verwaltung will am Stadtfest festhalten. „Die Planung läuft erst einmal weiter“, hieß es am Mittwoch. „Wir stehen derzeit in engem Kontakt mit der Polizei.“ In der Stadt mit rund 30 000 Einwohner sitzt auch die zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Brandenburg.

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