NRW-Landtagswahl: Umfrage sagt Kopf-an-Kopf-Rennen voraus

NRW-Landtagswahl: Umfrage sagt Kopf-an-Kopf-Rennen voraus

Lange sah es so aus, als sei der SPD der Wahlsieg in Nordrhein-Westfalen nicht zu nehmen. Das ist nicht mehr so sicher.

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich nach einer Umfrage ein überraschendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Union ab. In den bisherigen Umfragen hatte die SPD deutlich vor der CDU gelegen. In der am Sonntag veröffentlichten Befragung von Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins „Westpol“ kommen aber beide Parteien auf 34 Prozent. Die CDU legte dabei gegenüber der letzten WDR-Umfrage von vor einem Monat um vier Prozentpunkte zu, die SPD büßte drei Punkte ein. Die FDP könnte demnach mit 10 Prozent (letzte Umfrage: 9 Prozent) rechnen. Die Grünen kämen unverändert auf 6, die Linken auf 5 Prozent. Die AfD büßte einen Punkt ein und landet bei 8 Prozent.

Damit ist die rot-grüne Regierungskoalition weiter deutlich von einer Mehrheit im Landtag entfernt. Neben einer großen Koalition wäre demnach ein Dreierbündnis aus CDU, FDP und Grünen möglich. Das sogenannte Jamaika-Bündnis haben aber die Grünen weitgehend ausgeschlossen. Rot-Rot-Grün hätte aktuell keine Mehrheit.

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Die CDU setzt in den letzten drei Wahlkampfwochen besonders auf das Thema Sicherheit. Bei einer Kundgebung zum Start der heißen Phase am Samstag in Düsseldorf warfen prominente Christdemokraten aus Bund und Ländern der rot-grünen Regierung von Hannelore Kraft (SPD) Versagen vor allem in der Sicherheitspolitik vor.

NRW-Wahl Warum Laschet nicht gewinnen wird

Die Bilanz der SPD im Land ist eine Katastrophe, vor allem wirtschaftlich. Dennoch liegt die CDU hinten – weil Kandidat Armin Laschet durchfällt.

NRW-Spitzenkandidat Armin Laschet gilt als besonders treuer Anhänger von Angela Merkel. Quelle: dpa

CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet sagte, er wolle die Sicherheitsarchitektur des Landes neu ordnen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mahnte, die innere Sicherheit müsse Chefsache sein. Bouffier kritisierte die nordrhein-westfälische Landesregierung wegen der hohen Kriminalitätsbelastung. Die neue Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete den amtierenden NRW-Innenminister Ralf Jäger als größtes Sicherheitsrisiko im eigenen Land.

Jäger werden von der Opposition seit längerem Versäumnisse bei der inneren Sicherheit vorgeworfen - etwa beim Umgang mit dem als Gefährder eingestuften Attentäter Anis Amri. Der Tunesier hatte am 19. Dezember in Berlin den bislang schwersten islamistischen Anschlag auf deutschem Boden mit zwölf Toten verübt.

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