Saar-Wahl: Konkurrentinnen optimistisch

Saar-Wahl: Konkurrentinnen optimistisch

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Im Saarland sind heute rund 800.000 Bürger dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen.

Am Wahltag zeigen sich die beiden Bewerberinnen um den Posten der Landeschefin an der Saar zuversichtlich. Für die Amtsinhaberin „passt alles“, die Herausforderin kündigt einen SPD-Sieg an.

Strahlende Sonne und der Sieg von Formel-1-Pilot Sebastian Vettel als Omen: Im Kampf um den Posten als Ministerpräsidentin des Saarlandes sehen sowohl Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als auch Herausforderin Anke Rehlinger (SPD) am Wahltag gute Vorzeichen für einen eigenen Triumph. „Das Wetter ist schön, alles passt“, sagte Kramp-Karrenbauer bei ihrer Stimmabgabe für die Landtagswahl am Sonntagmorgen in Püttlingen. An einem herrlichen Frühlingstag mit strahlendem Sonnenschein gab die 54-Jährige quasi zeitgleich mit ihrer Konkurrentin Rehlinger ihre Stimme ab. Die Landtagswahl gilt mit Blick auf die Bundestagswahl im September als wichtiger Stimmungstest.

Rehlinger präsentierte sich siegessicher und positiv. „Wir werden vorne liegen“, kündigte die 40-Jährige bei ihrem Urnengang in Nunkirchen in ihrem Heimat-Landkreis Merzig-Wadern an. Mit dem Wahlkampf, der in den vergangenen Wochen auch stark von Kanzlerkandidat Martin Schulz geprägt wurde, war sie aber schon vor Schließung der Wahllokale zufrieden. „Wir haben zehn Prozentpunkte aufgeholt und das Rennen erst so richtig wieder spannend gemacht“, erklärte sie. Nach dem Erfolg von Ferrari-Fahrer Vettel in Melbourne wolle man am Abend den nächsten Sieg für die Roten feiern.

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Werden beim Auftakt ins Superwahljahr die Karten an der Saar neu gemischt? Nach wochenlangem Wahlkampf zeigt sich am Sonntag, ob der „Schulz-Bonus“ der SPD an die Macht verhilft. Der Druck für Rot-Rot ist groß.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Anke Rehlinger (SPD) sind die Spitzenkandidaten der Landtagswahl im Saarland. Quelle: dpa

Bei der ersten Landtagswahl des Jahres könnte die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2012 leicht steigen. Bis 14 Uhr gaben laut Landeswahlleiterin 32,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie durch Stichproben in 32 Bezirken ermittelt wurde. Vor fünf Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt 31,1 Prozent der Stimmberechtigte gewählt - am Ende lag die Beteiligung bei 61,6 Prozent. Die Wahllokale haben am Sonntag noch bis 18.00 Uhr geöffnet, rund 800 000 Bürger sind im kleinsten Flächenland der Bundesrepublik zur Wahl aufgefordert.

Sowohl Kramp-Karrenbauer als auch Rehlinger haben sich zum Ziel gesetzt, stärkste Kraft zu werden und damit die nächste Regierung im Saarland anzuführen. Die SPD möchte zudem die AfD aus dem Landtag halten. „Wenn beides gelänge, wäre das sensationell“, sagte Rehlinger. Für eine mögliche Koalition mit der Linkspartei und Oskar Lafontaine gebe es für die SPD „gewisse Vorbedingungen, auch für Sondierungen.“ Lafontaine war am Sonntag nicht bei der Stimmabgabe zu sehen, der 73-Jährige soll per Briefwahl votiert haben.

An der Saar wird ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD erwartet. Ein mögliches Links-Bündnis wäre auch ein Fingerzeig für den Bund und ein weiterer Rückschlag für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Union, die dann nur noch vier Landeschefs stellen würde.

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