GfK-Studie: Gute Stimmung bei den Verbrauchern

GfK-Studie: Gute Stimmung bei den Verbrauchern

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Die Deutschen sind in Kauflaune.

Den Verbrauchern in Deutschland macht das Lust aufs Kaufen - trotz politischer Umwälzungen und Terror. Die Erwartungen sind weiter hoch, zeigt die monatliche Konsumklimastudie der des Marktforschungsinstituts GfK.

Die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt brummt: Der anhaltende Wirtschaftsboom und ein robuster Arbeitsmarkt haben im Mai die Verbraucherstimmung in Deutschland beflügelt. Die Erwartungen an Konjunktur und eigenes Einkommen seien weiter hoch, teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch in seiner monatlichen Konsumklimastudie mit. Die Anschaffungsneigung war dagegen leicht rückläufig, blieb aber auf hohem Niveau.

„Die Bundesbürger sehen die heimische Konjunktur auch im späten Frühjahr 2017 klar im Aufwind“, berichtete GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Der entsprechende Indikator legte mit einem Plus von 4,3 Punkten auf 34,8 Zähler ein drittes Mal in Folge zu - der höchste Stand seit zwei Jahren. Besser war die Konjunkturerwartung zuletzt im Mai 2015. Die Verbraucher rechnen auch mit einer besseren finanziellen Lage: Im Vergleich zum April stieg der Indikator für die Einkommenserwartung um einen Punkt, auf 58,5 Zähler.

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Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ging indes zurück: Der entsprechende Indikator verlor 4,5 Zähler und lag bei 55,7 Punkten. Im April waren es noch 60,2. Den Rückgang erklärte Bürkl vor allem mit Schwankungen, die bei einem hohen Konsumklima-Niveau nicht ungewöhnlich seien. Auch die im April zeitweise auf zwei Prozent gestiegene Inflationsrate (März: 1,6 Prozent) könne dabei eine Rolle gespielt haben. „Steigende Preise beeinträchtigen natürlich die Kaufkraft“, sagte Bürkl. Bei höheren Ausgaben, etwa für Benzin oder Heizöl, fehle den Verbrauchern dann Geld an anderer Stelle.

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Die deutsche Wirtschaft kann das hohe Wachstumstempo vom Jahresbeginn auch im Frühjahr halten.

Quelle: dpa

Relativ unbeeindruckt habe sich die Verbraucherstimmung bisher von Terroranschlägen gezeigt, sagte Bürkl. Auch nach der jüngsten Bluttat im englischen Manchester sei zu vermuten, dass es dabei bleibe. Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs von US-Präsident Donald Trump und die Brexit-Verhandlungen schmälerten die Zuversicht der Verbraucher ebenfalls kaum.

Als Risiko für Verbraucher könnten sich allerdings verstärkte Abschottungstendenzen in den USA erweisen, zum Beispiel in Form von Einfuhrzöllen, schränkte Bürkl ein. Beschäftigte in exportorientierten Industrien - etwa in der weit verzweigten Autobranche - könnten dann um ihre Jobs bangen. „Die amerikanische Politik ist momentan sehr schwer einzuschätzen“, sagte er.

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Die deutsche Teuerungsrate ist im April im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem erhöhte Preise für Reisen in den Osterferien trieben die Inflation. Das Hoch dürfte jedoch von kurzer Dauer sein.

Die Preise in Deutschland sind im April gestiegen. Quelle: dpa

Für Juni rechnen die Nürnberger Marktforscher dennoch mit einem anhaltenden Aufwärtstrend: Nach 10,2 Zählern im Mai dürfte der Konsumklimaindex im kommenden Monat auf 10,4 Punkte zulegen. Für Verbraucher sei vor allem die Situation auf dem Arbeitsmarkt bei der Frage entscheidend, ob man mehr oder weniger konsumiere, sagte Bürkl. Die Angst vor Arbeitslosigkeit sei aber derzeit sehr gering, die Planungssicherheit entsprechend groß. Die Konsumklimastudie basiert auf monatlichen Interviews mit rund 2000 Verbrauchern.

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