Schallmauer-Sprung: Warum der "furchtlose Felix" so furchtlos ist

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Schallmauer-Sprung: Warum der "furchtlose Felix" so furchtlos ist

von Meike Lorenzen

Und wieder schaut die Welt auf Felix Baumgartner. Heute soll es endlich klappen mit dem waghalsigen Sprung aus fast 37 Kilometern Höhe. Es wird Baumgartners letzter Sprung sein. So oder so.


Dass der Sprung erst vom Montag auf den Dienstag, dann auf den Donnerstag und dann auf den heutigen Sonntag verschoben werden musste, liegt am Wetter. Doch noch gibt Felix Baumgartner nicht auf. Er will unbedingt springen. Sein Lebenstraum hängt ebenso wie sein Leben daran, ob die Meteorologen grünes Licht geben.

“Das Glück war nicht auf unserer Seite. Ich saß schon in meiner Kapsel und war bereit, als eine Staubböe den Ballon beschädigt hat”, wandte sich der Extremsportler über seine Facebook-Seite nach der abgesagten Aktion an seine Anhänger. “Aber wir fangen einfach noch mal von vorne an. Drückt die Daumen.” Über 220.000 Menschen folgen ihm auf Facebook.
Wer ist dieser Mann, der für den Versuch als erster Mensch der Welt nur mit einem Schutzanzug und Helm die Schallmauer zu durchbrechen, sein Leben riskiert? Der kleinste Fehler bedeutet für den 43-Jährigen das Aus. Bei einem Leck im Anzug, macht sich die Schwerelosigkeit breit und sein Blut gerät in Wallung. Außerdem darf sein Körper nicht in eine falsche Lage geraten. Käme Baumgartner bei einer Geschwindigkeit von bis zu 1100 Stundenkilometern ins Trudeln, würde sich sein Körper bis zu 120 Mal in der Minute um sich selbst drehen. Der Extremsportler würde sein Bewusstsein verlieren. Oder er könnte sich das Genick brechen.

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Für den normalen Menschen ist es kaum nachzuvollziehen, warum sich jemand diesen Gefahren aussetzt. Doch für den gelernten Maschinenschlosser Baumgartner ist es ein Traum, auf den er sein ganzes Erwachsenenleben hingearbeitet hat.
Mit 18 Jahren verpflichtete sich Felix Baumgartner beim österreichischen Bundesheer und wurde dort zunächst zum Panzerfahrer ausgebildet, später diente er unter anderem als Fallschirmspringer in Wien. Das war der Anfang. Furchtlos sprang er aus dem Flugzeug gen Erde, lernte die Grenzen seines Körpers kennen und zog immer später die Reißleine. Dennoch verließ er die Bundeswehr. Der “furchtlose Felix”, wie er bis heute genannt wird, war auch stur, hatte Probleme sich unterzuordnen. Er wurde als militärisch ungeeignet eingestuft und aus dem Militärdienst entlassen.

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