Vernetzt: So schaffen Sie Ihr Multimedia-Heimnetzwerk
Yamaha NP-S2000
Hochwertiger Netzwerkspieler von einem etablierten Hi-Fi-Spezialisten. Kein WLAN, nur mit Ethernet-Anschluss ausgerüstet. Das soll störungsfreies Streaming der Audiosignale garantieren. Empfängt Musikdaten von der NAS-Festplatte, vom CD-Player oder vom Internet-Radio, wenn er an einen Router angeschlossen ist. Ein puristischer Netzwerk-Spieler, der auf guten Klang optimiert ist.
Die Steuerung über iPhone-App oder Android-Smartphone möglich.
Preis: 1.300 Euro
Foto: PresseDenon New Ceol
Die kleine Komplettanlage mit iPod-Dock und Lautsprechern spielt auch Musik vom PC oder NAS-Laufwerk ab. Die Audiosignale werden über Ethernet-Kabel oder Wi-Fi übertragen. Über den Internet-Router empfängt der New Ceol auch Webradio. CDs können ganz klassisch über den eingebauten CD-Player abgespielt werden. Daneben ist ein UKW-Tuner mit RDS an Bord.
Ein guter Einstieg ins Heimnetzwerk.
Preis: 599 Euro.
Foto: PressePioneer N-50-K
Pioneers Netzwerk-Player empfängt die Musik aus allen verfügbaren Quellen, egal ob Netzwerk-Festplatte, USB-Speicher oder Internet-Radio. WLAN-fähig wird der Pioneer aber nur über einen optionalen Adapter. Das Gerät beherrscht auch die Wiedergabe hochauflösender Audiodateien mit 192 kHz/24-Bit. An die Vorderseite kann der Nutzer einen iPod oder ein iPhone via USB anschließen.
Die Fernbedienungs-App gibt es für iOS und Android.
Preis: In Onlineshops schon für 550 Euro erhältlich.
Foto: PresseCambridge Audio Stream Magic 6
Der Netzwerkmusik-Spieler holt sich die Musik vom NAS-Server, vom PC, vom USB-Speicher und vom Internet-Radio. Das aufbereitete Audiosignal leitet er an den Receiver oder Verstärker der Stereonlage weiter. Eine App zum Fernsteuern des Players über iPhone oder Android-Smartphone ist ebenfalls erhältlich.
Wer auch Musik vom Smartphone, Tablet-PC oder Laptop wiedergeben will, benötigt zusätzlich den Audioreceiver BT100, der die Audiodaten via Bluetooth empfängt.
Die sogenannte Upsampling-Technik verbessert angeblich die Klangqualiät bei digitalen Audiosignalen. Über den USB-Eingang empfängt der Cambridge auch hochauflösende Musik mit 24 Bit/192 kHz auf, wie sie von Highend-Portalen wie Highresaudio angeboten werden.
Preis: Der Stream Magic kostet 999 Euro, für den Audioreceicer sind 99 Euro zu berappen.
Cambridge Audio Stream Magic 6
Foto: PresseNaim Super Uniti
Der britische Hersteller Naim baut seine audiophilen Hi-Fi-Produkte auch in die Luxuslimousinen von Bentley ein. Nicht nur deshalb gehört Naim zu den begehrten Marken für Highend-Fans.
Der Super Uniti ist ein vielseitiger Netzwerk-Player mit allen denkbaren Anschluss- und Wiedergabemöglichkeiten. Musik kommt von der NAS-Festplatte im Netzwerk vom iPod oder vom Webradio. Zusätzlich kann man DAB+- oder UKW-Radio hören. Der Super Uniti benötigt auch keinen externen Verstärker mehr, das Verstärkermodul mit 80 Watt pro Kanal ist schon eingebaut.
Steuern lässt sich der Naim standesgemäß auch über ein iPhone, Android-Geräte werden leider nicht unterstützt.
Naim bietet darüberhinaus auch sehr hochwertige Komponenten für Multiroom-Systeme.
Preis: Das Gerät kostet 4.398 Euro.
Foto: PressePro-Ject Stream Box RS
Der österreichische Hersteller Pro-Ject hat den Hi-Fi-Markt in den letzten Jahren mit Plattenspielern und kompakten Streaming-Clients aufgemischt. Die Stream Box des österreichischen Herstellers Pro-Ject verarbeitet Musik aus allen digitalen Quellen wie NAS-Laufwerk, USB-Speicher oder Internet-Radio. Die Übertragung erfolgt über WLAN, Netzwerkkabel oder über den USB-Anschluss. Auch CD-Player sind anschließbar. Liebhaber hochwertigen Klangs werden zu schätzen wissen, dass die Stream Box RS auch 24 Bit/192 kHz unterstützt, damit kann man dann auch die hochauflösenden Musik-Downloads aus dem Web abspielen. Gesteuert wird das Gerät über Mobilgeräte mit iOS oder Android. Dazu muss man vorher die entsprechende App installieren.
Außerdem ist bereits ein Vorverstärker integriert.
Preis: Die Box kostet 1499 Euro. Daneben hat der Hersteller aus Wien aber auch günstigere Varianten der Stream Box im Sortiment.
Foto: PresseTeufel Raumfeld Speaker M
In den Zweiwege-Lautsprechern steckt eine komplette Stereoanlage mit Player und Verstärker. Die Musik kommt drahtlos über WLAN, entweder von der NAS-Festplatte oder über den WLAN-Router aus dem Internet-Radio. Auch eine USB-Festplatte oder ein klassischer CD-Player sind anschließbar. Daneben lässt sich die Musik übers iPhone oder Android-Smartphone übertragen.
Die Bedienung erfolgt über eine App auf dem iPhone oder Android-Mobilgerät. Der Ausbau zum Multiroom-System ist möglich.
Preis: Das System kostet 600 Euro.
Foto: PresseSonos Play
Ein komplettes drahtloses Musiksystem für die Beschallung im ganzen Haus. Player und Lautsprecher in einem Gehäuse. Wer in mehreren Räumen einen Player aufstellt, versorgt diese über eine Bridge mit Audiosignalen. Die Anlage kann zentral gesteuert werden, als Fernbedienung dienen dabei entweder Apple-Geräte wie iPhone oder Mobilgeräte mit Android. Gibt es in den Varianten Play:3 und Play:5. Das Foto zeigt alle Produkte der Sonos-Familie. Die Modelle Play:3 und Play:5 sind rechts.
Preis: Play:3 299 US-Dollar und Play:5 399 US-Dollar
Foto: PresseOlive One
Der Olive One des US-amerikanischen Startups Olive Media wird über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanziert.
Der Olive One ist ein universaler Musikplayer, der auf einfachste Bedienung und kabelfreie Installation getrimmt ist. Er holt sich die Audiodaten von der eingebauten Festplatte oder auch drahtlos vom NAS-Server, vom PC oder auch von Musikstreamingdiensten im Web beziehungsweise Internet-Radiostationen. Der Nutzer muss nur noch die Lautsprecher anschließen. Bedient wird das Gerät über den Touchscreen. Das Konzept soll die Musik auch im ganzen Haus verteilen. Dazu braucht man allerdings in jedem Zimmer ein eigenes Gerät mit Lautsprechern. Diese greifen dann alle auf eine zentrale Musikquelle wie etwa einen NAS-Server zu. Beim Cloud-Service von Olive One speichert der Anwender seine Musiksammlung im Internet und kann sie so überall hören, wo er einen Internetanschluss hat.
Preis: Der Olive One lässt sich für 499 US-Dollar vorbestellen.
Foto: PresseWestern Digital My Book Live Duo
Festplattensystem mit zwei Laufwerken, wahlweise nach dem Raid-1-Prinzip. Eine Festplatte für die Daten, die andere als Sicherung. Das Gerät dient einerseits als Datensicherung für den PC. Es kann aber auch als Medienserver für die Musiksammlung genutzt werden. Der Netzwerk-Player holt sich die Musik entweder über das Ethernet-Kabel oder drahtlos. In diesem Fall wird My Book Live Duo an den Internet-Router, beispielsweise eine AVM FritzBox angeschlossen. Die sendet die Audiodaten dann drahtlos an den Player weiter.
Der integrierte Mediaserver erledigt auch die Weitergabe von Videos oder Fotos an Multimediageräte nach dem DLNA-Standard. Leider bietet das System noch keinen schnellen USB-3.0-Anschluss, sondern beschränkt sich auf das vergleichsweise gemächliche USB 2.0. Nachteilig, wenn man beispielsweise eine große Musiksammlung vom PC auf die Festplatten übertragen will.
Preis: Die Version mit 2 x 2 Terabyte kostet in Onlineshops 314 Euro.
Western Digital My Book Live Duo
HFX RipNAS Solid E
Der highendige Rip-Server rippt CDs auf die Festplatte und dient so als zentraler Musikspeicher im Netzwerk. Nach dem Einlegen der CD wird diese verlustfrei auf die Festplatte übertragen. Auf Wunsch kann die CD auch in ein komprimiertes Format wie MP3 umgewandelt werden. Danach sucht der Rip-Server die passenden Metadaten wie Albumcover, Musiktitel, Interpret und so weiter. Dafür ruft das Gerät einschlägige Musikdatenbanken im Web auf. Dazu gehören beispielsweise Sonata, freedb oder AMG.
So baut der Rip-Server nach und nach eine große Musiksammlung auf der Festplatte auf. Schließlich arbeitet der Rip-Server auch als Medienserver und schickt die Musik an den Netzwerk-Player weiter. Als Medienserver ist Windows Home Server installiert. Die 1-Terabyte-Festplatte lässt sich durch den Anschluss von USB-Festplatten ergänzen.
Preis: Vertrieben wird das Gerät über den Distributor Higoto. Da kostet der Solid E im Onlineshop 1.195 Euro.
Foto: PresseMarantz NR1604 Lifestyle AV Receiver
Netzwerktauglicher AV-Receiver mit 7-Kanal-Ton für Heimkino und Surround-Sound. Beherrscht den neuen Videostandard 4K mit vierfacher Full-HD-Auflösung. Gibt auch sonst alle Medien wieder, die ihm via Netzwerkkabel zugespielt werden. Arbeitet auch mit den Remote Apps für iPhone und Android zusammen. Eignet sich für den Aufbau eines Multiroom-Systems mit zwei Zonen, das heißt, in jede Zone läuft ein eigenes Programm.
Preis: 649 Euro
Marantz NR1604 Lifestyle AV Receiver
Foto: Presse
Sony W8 LED-Fernseher
Ein LED-Fernseher mit 119 Zentimeter Diagonale, der sich ins Heimnetzwerk integrieren lässt. Über den Internetanschluss kann der Besitzer auf die Sony-Entertainment-Seite im Internet zugreifen oder mit dem Videodienst Skype chatten. Videos vom Medienserver empfängt der Sony über WLAN oder Netzwerkkabel. Inhalte vom Smartphone lassen sich ebenfalls auf den Fernseher übertragen.
Preis: 1.299 Euro
Foto: PresseAVM FRITZ!Box 3390
Die FRITZ!Box 3390 ist mehr als ein schneller Internet-Router. Wenn man eine Festplatte oder NAS-Server via USB anschließt, wird er zur Plattform für Mediastreaming. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bis zu 450 MBit/s, das reicht auch für drahtloses Streamen von Videos. Die Dual-WLAN-Funktion ermöglicht das drahtlose Senden auf zwei Frequenzen. Man könnte also zwei WLANs gleichzeitig betreiben, eines für den Internetzugang von PCs und Notebooks, eines für das Multimedia-Heimnetzwerk.
Preis: circa 140 Euro
Foto: WirtschaftsWocheTeac CR-H7000
Der CD-Receiver, der zunächst einmal ganz konventionell CDs abspielt oder als Stereoradio dient. Daneben unterstützt der CR-H7000 Apples Airplay und kann so Musik vom iPhone oder iPad wiedergeben. Musik vom USB-Speicher gibt er ebenfalls wieder. Über WLAN oder Ethernet greift der Teac auch auf Medien-Server oder Internet-Radiostationen zu.
Preis: circa 450 Euro
Foto: PresseOehlbach XXL Hyper Stream
Highendiges Netzwerkkabel für das störungsfreie Streamen von Daten. Die besonders effektive Abschirmung soll optimale Signalübertragung gewährleisten.
Preis: 1,70 Meter kosten bei Amazon knapp 80 Euro.
Foto: PresseOehlbach Powerstation 909
Die Powerstation versorgt maximal acht anspruchsvolle Hi-Fi- oder AV-Komponenten mit gleichmäßigem, phasenrichtigem Energiefluss und schützt vor Spannungsspitzen. Highend-Fans schwören, dass "sauberer Strom" den Klang verbessert.
Preis: Kostet knapp 600 Euro. Das Netzkabel ist da schon dabei.
Foto: PresseDas Thema Multimedia-Heimnetzwerk ist eigentlich das ideale Thema für eine Verkäuferschulung. Die Aufgabenstellung könnte so lauten: Zu Ihnen kommt ein Kunde, der sich ansehen will, welche Geräte es für das Heimnetzwerk gibt und was diese können. Er hat aber nur sehr vage Vorstellungen von der Technik und glaubt, ein Heimnetzwerk sei zu kompliziert. Erklären Sie ihm die faszinierenden Vorteile des Konzepts und schildern Sie ihm, wie einfach die Installation ist. Geben Sie ihm das Gefühl, dass er gerade der Zukunft der Unterhaltungselektronik begegnet und dass daran kein Weg vorbeiführt.
So ungefähr könnte die Aufgabenstellung aussehen. Ein guter Verkäufer würde also damit beginnen die Vorteile der Heimvernetzung zu schildern.
Das sind die Vorteile
Erstens kann man mit dieser Technik Musik, Fotos und Videos an einer zentralen Stelle speichern und von da aus in jeden beliebigen Raum übertragen. Man braucht zum Musikhören also nicht mehr drei Stereoanlagen in der Wohnung - eine in der Küche, eine im Arbeitszimmer, eine im Wohnzimmer, sondern nur noch eine. Ehrlicherweise sollte man hinzufügen, dass der Kunde natürlich in jedem Raum ein Empfangsgerät, einen Verstärker und Lautsprecher benötigt - oder zumindest Aktivboxen.
Zweitens muss man nie mehr CDs oder DVDs wechseln. Musik und Video sind sicher auf einer Festplatte gespeichert. Hunderte oder gar Tausende CDs auf einer kompakten Festplatte, das ist schon praktisch und spart nebenbei auch eine Menge Platz, denn die Silberscheiben wandern jetzt in den Keller.
Praktisch ist natürlich auch, dass man beim Heimnetzwerk nicht mehr sondern, weniger Apparate braucht. Früher hatte man Tuner, Kassettendeck, Plattenspiele und CD-Player am Verstärker hängen, heute gibt es nur noch digitale Daten auf der Festplatte oder - Achtung, wir lernen den ersten Fachbegriff – auf dem Medien-Server. Medien-Server heißen die Dinger deshalb, weil da nicht nur tote Dateien auf einer Festplatte liegen, sondern ein Prozessor und ein Betriebssystem dafür zuständig sind, dass Musik, Fotos oder Videos richtig aufbereitet zum Netzwerk-Spieler fließen. Der Netzwerk-Spieler oder auch Streaming-Client genannt, weil er sozusagen als Klient den fließenden Datenstrom aus Musik- oder Videosignalen aufnimmt, verarbeitet und dann an den klassischen Verstärker weiterleitet. Die Komponenten arbeiten bei Bedarf auch drahtlos zusammen. Nie wieder Kabelsalat hinter der Stereoanlage, das ist schon eine feine Sache.
Marktaussichten
Auch wenn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) prognostiziert, dass die Zahl der Streaming-Nutzer bis 2018 stetig steigen wird: der Markt ist stark umkämpft, sodass kleinere Anbieter sich nur schwer durchsetzen können. Das haben Dienste wie Simfy bereits leidvoll zu spüren bekommen. Und die Konkurrenz nimmt noch zu.
Apple mit iTunes ist inzwischen auch Amazon mit seinem Musikangebot Prime Music in Deutschland verfügbar. Prime Music ist Bestandteil der Liefer-Flatrate Amazon Prime. Dort erhalten Kunden für eine Einmal-Gebühr von 49 Euro im Jahr die kostenlose Lieferungen eines Großteils des Warenangebots nach Hause.
Das Beispiel belegt: Konzerne wie Amazon oder Apple nutzen die Streaming-Plattformen zur Stärkung ihres Kerngeschäfts und haben daher größere Marktmacht, um sich gegenüber aufstrebenden Unternehmen durchzusetzen.
Foto: CLARK/obsHeute ist der neue Musik-Streaming-Dienst Apple Music in 100 Ländern an den Start gegangen. Die neue Streaming-App erlaubt den Zugriff auf den vollständigen Apple-Music-Katalog mit mehr als 30 Millionen Songs. Für Nutzer des Dienstes sind die ersten drei Monate der Mitgliedschaft kostenlos. Danach wird eine monatliche Gebühr von 9,99 Euro fällig. Für Familien gibt es ein besonders günstiges Angebot: für 14,99 Euro ist der Dienst für bis zu sechs Mitglieder verfügbar.
Gegen diese Anbieter tritt der kalifornische Konzern an:
Foto: dpaDie seit März 2012 existierende Plattform Spotify bietet mehr als 30 Millionen Songs an. Eine Gratis-Version erlaubt das Anhören der Musik mit Werbeunterbrechungen. Zusätzliche Premiumfunktionen wie das Downloaden von Liedern sind wie bei den meisten Streaming-Angeboten kostenpflichtig. Nach eigenen Angaben hat Spotify mehr als 75 Millionen Nutzer, 20 Millionen von ihnen zahlen. Der Streaming-Dienst ist in 58 Ländern verfügbar.
Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich
Foto: WirtschaftsWocheDie Streaming-Plattform Deezer ist vor allem in Frankreich sehr beliebt. 2007 startete sie als erster Gratis-Streamingdienst auf dem Markt. Heute kostet eine Mitgliedschaft, wie auch bei vielen anderen Diensten, Geld. Kostenlos gibt es nur ein Radio-Angebot und Lied-Ausschnitte. Die Plattform ist mittlerweile in mehr als 180 Ländern verfügbar.
Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich
Foto: ScreenshotMit Ampya versucht die ProSiebenSat.1 Media seit 2011 auf dem boomenden Markt der Streaming-Dienste Fuß zu fassen. Beflügelt durch viel Werbung auf den TV-Kanälen des Medienunternehmens zählt Ampya zu den bekanntesten Diensten in Deutschland. 2014 wurde Ampya von Deezer mit dem Ziel übernommen, in Europa noch weiter zu wachsen.
Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich
Foto: ScreenshotSeit 2012 ist WiMP aus der Bethaphase heraus. Gegründet wurde der Musikstreamingdienst in Norwegen, wo sein Mutterkonzern "Aspiro" sitzt. WiMP gibt es bis jetzt in fünf Ländern zu hören: Deutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden und Polen. "Aspiro" spielt schon mit dem Gedanken WiMP auch in Finnland, Portugal, Österreich und der Schweiz zu etablieren. Mit einer hohen Sound-Qualität (gegen Aufpreis) und einem eigenen Redaktionsteam, das Musik empfiehlt, will sich WiMP von der Konkurrenz abheben.
Preis: 4,99 bis 19,90 Euro monatlich
Foto: WirtschaftsWocheNapster startete als Musiktauschbörse und wurde schnell zur Plattform für illegale Raubkopien. Auf rechtlichen Druck der Musik-Industrie wurde die Plattform 2001 geschlossen. Der legale Streaming-Dienst gleichen Namens bietet mehr als 25 Millionen Songs und ist damit einer der größten überhaupt. Nach einer kostenlosen Testphase gibt es den Dienst allerdings nur noch gegen Geld.
Preis: 7,95 bis 9,95 Euro monatlich
Foto: APMit Google Play Music mischt auch der Internetgigant beim Musik-Streaming mit. In der Standard-Version können einzelne Musikstücke über Google gekauft oder eigene Mp3s in die Cloud geladen werden. Danach stehen sie zum Anhören über den Stream bereit. Die kostenpflichtige "All inclusive" Version ermöglicht den Zugriff auf Googles Musik-Bibliothek mit mehr als 30 Millionen Titeln. Eine Testversion ist 30 Tage kostenlos verfügbar.
Preis: kostenlos bis 9,99 monatlich
Foto: ScreenshotDie Dienste des aus Ingolstadt stammenden Programms Juke sind nur über iOs und Android abzurufen. Die Plattform bietet zwar ein 14-tägiges Probe-Abo, jedoch nur einen einzigen Kostentarif, in dem alle Premiumfunktionen schon enthalten sind. Durch eine zweiwöchige, kostenlose Probeanmeldung bei Juke hat der User zusätzlich Zugriff auf Mixtapes und diverse Radiosender.
Preis: 9,99 Euro monatlich
Foto: ScreenshotDie nach einem haitischen Tanzstil benannte Musik-Plattform rara bietet, ähnlich wie Rdio, Spotify und co., eine Musikauswahl von rund 22 Millionen Titeln. Auf Wunsch kann der User über rara Songs nach Stimmungslage sortieren und eine Multifunktionsplattform benutzen.
Preis: 4,99 bis 9,99 Euro monatlich
Foto: ScreenshotDie von Skype-Mitgründer Janus Friis ins Leben gerufene Plattform Rdio startete erst 2012 in Deutschland. Mit etwa 32 Millionen Titeln in der Bibliothek und der Verfügbarkeit in 85 Ländern ist sie beim Angebot aber auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.
Preis: 4,99 bis 9,99 Euro monatlich
Foto: ScreenshotSimfy zählte einst zu den Marktführern in Deutschland. Doch das Unternehmen bekam Probleme, die Berliner Betreiberfirma wurde im Frühjahr 2015 aufgelöst. Große Plattenfirmen hatten dem Dienst die Lizenz entzogen. Simfy-Kunden werden an den Konkurrenten Deezer weitergeleitet.
Foto: Screenshot
So ein Netzwerk-Spieler ist übrigens ein extrem vielseitiges Gerät, es holt sich nicht nur Musik vom Medien-Server, er geht über den WLAN-Router auch ins Internet und bringt von da Tausende von Webradiostationen zu Gehör. Hier ist allerdings die Klangqualität mitunter suboptimal, denn die Musik-Streams der Webradios sind fast immer stark komprimiert. Das kann man als Verkäufer durchaus erwähnen, denn das wirkt seriös.
Aber zurück zum Netzwerk-Player. Der spielt auch Musik vom USB-Speicher ab und die meisten beherrschen sogar Apple Airplay, das heißt, sie geben Musik vom iPhone oder iPad wieder. Nicht nur Musik, natürlich auch Videos und Fotos.
Wer ein iPhone, ein iPad oder ein Mobilgerät mit Android besitzt, wird die Heimvernetzung lieben. Denn jetzt kann er die ganze Anlage über das Mobilgerät steuern und – es kommt noch besser - er kann sich beim Musikhören die CD-Cover, Songtexte und weitere Infos auf dem Display des Smartphones oder Tablets ansehen. Dazu muss er nur vorher schnell die App des jeweiligen Geräteherstellers herunterladen.
Spätestens hier sollte der Kunde eigentlich schwach werden.
Wenn man sich diese Vorteile ansieht, ist das schon so etwas wie die Zukunft der Unterhaltungselektronik. Auch wenn es manchmal noch erklärungsbedürftig ist, der Bedienkomfort einer solchen Multimedia-Vernetzung ist letztlich das entscheidende Argument.
Die Musik von der Festplatte hat außerdem einen weiteren und zwar sehr großen Vorteil. Aber dazu später mehr. Ein guter Verkäufer hält sich immer für später einen Trumpf in der Hinterhand und verschießt sein Pulver nicht in den ersten Minuten.
Kabel oder Antenne
Die besagten Netzwerk-Player oder Streaming-Clients sind also so etwas wie das Herz oder das organisatorische Zentrum des Multimedia-Netzwerks. Fast jeder Hersteller der Unterhaltungselektronik hat mittlerweile Netzwerk-Player im Sortiment. A apropos Netzwerk: Die Daten fließen meistens drahtlos per WLAN vom Medienserver zum Netzwerk-Player und dann weiter zum Verstärker oder auch in andere Zimmer.
Aber lieber Kunde, wenn Ihnen die WLAN-Strahlung im ganzen Haus nicht geheuer ist, geht die Vernetzung natürlich auch per Kabel. Sehr anspruchsvolle Musikliebhaber nehmen sowieso meistens lieber das Netzwerkkabel, weil sie glauben, dass es die Audiosignale störungsfrei überträgt und die Musik dann besser klingt. Für solche Liebhaber gibt es auch richtig teure Ethernet-Kabel.
Ethernet-Buchse und die kleine Antenne sind daher auch typische Erkennungszeichen von Netzwerk-Playern. Die Stummelantenne des WLAN-Moduls ist sozusagen das Wahrzeichen der Heimvernetzung.
Die Rückseite des Netzwerk-Players Pioneer N-50-K. Typisch sind die Ethernet-Buchse und der Anschluss für die WLAN-Antenne.
(zum Vergrößern bitte anklicken)
Foto: Presse
Die High End Messe ist ein Paradies für Musikfans. Doch ganz billig sind die schönen Stücke nicht: Tonarme wie diese von Kuzma schlagen mit ein paar tausend Euro zu Buche.
Foto: Mehmet ToprakDoch nicht alles bewegt sich solchen finanziellen Dimensionen. Kai Henningsen, Geschäftsführer bei Phonar Akustik, ist stolz auf seine bezahlbaren und dabei audiophil abgestimmten Boxen der Linie Veritas.
Foto: Mehmet ToprakDie Kombination aus CD-Player, Verstärker und Netzwerk-Player von Cambridge Audio kostet etwa 1300 Euro.
Foto: Mehmet ToprakDie Lautsprecher der Serie Epos Elan von Reson Audio kosten zwischen 690 und 1850 Euro pro Paar und zählen damit zu den günstigsten Schallwandlern auf der High End 2012.
Foto: Mehmet ToprakBoxen aus Großbritannien wie diese von MAD sind auch bei deutschen Hi-Fi-Fans beliebt.
Foto: Mehmet ToprakKein Teppichladen, sondern der Stand von Vicoustic mit akustischen Dämpfungselementen.
Foto: Mehmet ToprakBlick ins Atrium der High End 2012 am Fachbesuchertag.
Foto: Mehmet ToprakLothar Kerestedjian bietet auf seinem Portal High Res Audio hochauflösende Musik zum Download an.
Foto: Mehmet ToprakDer neue HD 700 von Sennheiser.
Foto: PressebildInsgesamt sechs Newcomer dürfen sich auf der High End 2012 präsentieren.
Foto: Mehmet ToprakSpielt fast so schön wie eine Highend-Anlage: das Volksmusik-Trio.
Foto: Mehmet ToprakDer Absatz von Schallplatten hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt.
Foto: Mehmet ToprakChristian Bierbaumer von Blue Danube Records verkauft historische Vinyl-Platten, darunter viele Raritäten für Sammler.
Foto: Mehmet ToprakRassiges Design zeichnet den Verstärker AMP-100 von Gato Audio aus.
Foto: Mehmet Toprak
Die Komponenten gibt es in allen möglichen Kombinationen. Manche Hersteller kombinieren zum Beispiel einen klassischen UKW-Tuner mit einem Netzwerk-Player. Andere packen sogar noch ein CD-Laufwerk mit dazu. Gerade die kompakten CD-Receiver mit Netzwerk-Anschluss sind ein guter Einstieg in die Welt der Heimvernetzung und kosten nicht die Welt. Einige Modelle sind schon für 500 Euro zu haben, inklusive Boxen. Wer allerdings gesteigerten Wert auf audiophilen Klang legt, ist schnell mal ein paar Tausend Euro los, und zwar nur für den Netzwerk-Spieler. Klar ist auch - das sollte man als seriöser Verkäufer nicht verschweigen -, dass die beste Multimedia-Heimvernetzung wie eine alte Blechschachtel klingt, wenn man keine guten Lautsprecher daran hängt. Der Stereoverstärker, der zwischen Netzwerk-Player und Lautsprechern die Musiksignale aufbereitet, muss ebenfalls gut sein. WLAN, iPad und digitale Daten machen eben alleine noch keinen guten Sound.
Der Olive One ist ein universaler Musikplayer, der sich die Audiodaten von der eingebauten Festplatte oder auch drahtlos vom NAS-Server, vom PC oder auch von Musikstreamingdiensten im Web holt.
(zum Vergrößern bitte anklicken)
Foto: Presse
WLAN mit Zertifikat
Die Installation eines Multimedia-Netzwerks ist aber gar nicht so kompliziert, wie das Wörtchen "Netzwerk" glauben macht. Denn die meisten Komponenten orientieren sich heute an Standards wie UPnP und DLNA. Wenn das entsprechende Logo auf dem Gerät klebt, genügt es meistens die Geräte einzustöpseln und sie suchen sich ihre digitalen Partner selbst. Zumindest im Idealfall.
Aufpassen sollte man aber bei den WLAN-Routern. Die sollten richtig schnell sein (WLAN 802.11n), denn das Übertragen von hochauflösenden Musikdateien beansprucht Bandbreite. Wer Full-HD-Videos streamen will, sollte einen WLAN-Router mit mindestens 300 Mbit/s einsetzen. Sonst kann es leicht ruckeln oder zu Aussetzern kommen.
Moderne TV-Geräte haben in der Regel einen Netzwerkanschluss und lassen sich so mit Videos vom Medien-Server speichern.
Rip-Server bringt die Musik auf die Festplatte
Jetzt ist es Zeit noch einen anderen Fachbegriff einzuführen. Er heißt Rip-Server. Den hatte der Verkäufer anfangs nicht erwähnt, um den Kunden nicht zu verschrecken. Dabei ist das gar nicht so schwierig. Ein Rip-Server ist im Prinzip ein CD-Laufwerk mit Prozessor, Software und Festplatte. Legt man die CD ein, dann legt der Server los und fängt an, diese auf die Festplatte zu rippen, also auf die Festplatte zu kopieren und dabei in ein bestimmtes Format zu konvertieren. Das kann beispielsweise das verlustfreie Datenformat FLAC sein oder auch MP3. Dann geht der Server ins Internet und holt sich da von Musikdatenbanken alle Informationen zu der CD. Album-Cover, Songtitel, Name des Interpreten und so weiter. Im Prinzip nichts anderes als iTunes, Mediaplayer auf dem PC machen. Zuletzt stellt der Rip-Server die fertig gerippte und mit Metainformationen versehene Musik dem Netzwerk zur Verfügung. Ein guter Rip-Server braucht nur ungefähr fünf Minuten, bis er eine CD gerippt hat.
Wenn der Kunde jetzt doch wieder skeptisch wird, weil er merkt, dass das Rippen einer CD-Sammlung mit mehreren hundert CDs eine sehr aufwendige Angelegenheit ist, sollte ihm ein kluger Verkäufer nicht widersprechen. In der Tat ist das Rippen der CDs auf die Festplatte eine Hürde bei der Installation eines Heimnetzwerks. Andererseits gibt es ja ersatzweise auch Musik vom Internet-Radio.
An dieser Stelle ein Tipp. Man könnte schon vor dem Kauf der Netzwerk-Komponenten beginnen, seine CDs nach und nach auf die Festplatte zu übertragen. Das geht mit jedem gewöhnlichen PC.
Die beste Klangqualität
Jetzt sollte der Kunde also soweit sein, dass das Konzept der Multimediavernetzung ihn überzeugt hat. Da hilft vielleicht genau das Argument, das der Verkäufer anfangs verschwiegen hat, den Kunden endgültig zu begeistern. Das hat mit der Klangqualität zu tun.
Zum einen gibt es inzwischen viele Musik-Portale im Web, die Musik in CD-Qualität zum Download bieten. Einige wie High Res Audio bieten sogar Musik-Downloads mit höchster Auflösung in der sogenannten Studio Master Qualität. Zum anderen ist auch gerippte Musik von der Festplatte im Prinzip besser als die von CD. Denn die Silberscheiben haben im Regelfall kleine Kratzer oder auch Fettspuren von den Fingern auf der Oberfläche.
Da muss die Fehlerkorrektur des CD-Players eingreifen, was letztlich zu einer Beeinträchtigung des Klangs führen kann. Das behaupten zumindest viele audiophile Hi-Fi-Kenner. Im Gegensatz dazu ist die sauber gerippte Musik auf der Festplatte sozusagen der reine Klang, bestehend aus perfekten Bits und Bytes.
Wer diese sagenhafte Klangqualität genießen und im ganzen Haus streamen will, braucht natürlich entsprechend hochwertige Netzwerk-Player, Verstärker und Lautsprecher. Dann steht dem vernetzten Multimedia-Genuss im ganzen Haus nichts mehr im Weg - und der Fachverkäufer hat seine Aufgabe erfüllt.